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Oris Hangang und Baikal

« Limitierte Aquis in grün und blau von großen Gewässern inspiriert »

Oris ist nicht nur für seine Unabhängigkeit und ausnahmslose Bekenntnis zum mechanischen Uhrwerk bekannt, sondern hat sich in den letzten Jahren auch einen Namen als konsequenter Umweltschützer gemacht. Die Aquis Sondermodelle Hangang und Baikal reflektieren das Engagement der Schweizer Marke für zwei der wichtigsten Gewässer unseres Planeten. Streng limitiert, heben sich die Taucheruhren durch einzigartige Zifferblätter und thematisch orientierte Gehäuseböden aus der Masse hervor.

Hangang: Strom des Lebens in Südkorea

Um seine guten Absichten in die Tat umzusetzen, kooperiert der Uhrenhersteller jeweils mit lokalen Initiativen oder Verbänden, die gezielte Schutzmaßnahmen für das entsprechende Gewässer ergreifen. Erfolgreiche Projekte in der Vergangenheit wurden beispielsweise mit der Australian Marine Conservation Society und der Coral Restoration Foundation durchgeführt, die der Rettung des Great Barrier Reefs beziehungsweise des Carysfort Reefs (Florida) gewidmet sind. Bei der Hangang Sonderedition steht der zweitlängste Fluss Südkoreas im Fokus: Durch die Hauptstadt Seoul fließend, versorgt der mächtige Strom über 10 Millionen Menschen mit Wasser, erlitt in den vergangenen Jahrzehnten aber eine beträchtliche industrielle Verschmutzung. Zusammen mit Seoul KFEM (Federation for Environmental Movements) arbeitet Oris an der Reinigung des Gewässers und lanciert zu diesem Anlass die Aquis Hangang (Ref. 01 743 7734 4187).

Blick auf das smaragdgrüne Wasser der Hangang, im Vordergrund am Ufer steht eine kleine Statue
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Jedes der 2.000 Exemplare ist nummeriert

Wer bereits Erfahrungen mit der Oris Aquis besitzt, wird von den Proportionen der Limited Edition nicht überrascht sein. Ihr 43,5 Millimeter großes Edelstahlgehäuse wirkt auf dem Papier monströs, verfügt dank kurzer und steil abfallender Bandanstöße jedoch über einen erstaunlich guten Tragekomfort. An der dominanten Präsenz ändert diese Eigenschaft nichts: Kronenschutz und steile Gehäuseflanken bescheren der Oris Hangang jene Ausdrucksstärke, die wir auch bei den Standardmodellen zu schätzen wissen. Gleiches gilt für die soliden 300 Meter Wasserdichtigkeit. Ein Blick auf den Gehäuseboden ist erforderlich, um erste Besonderheiten der Taucheruhr festzustellen. Dort zeigt eine Spezialgravur den Flussverlauf des Hangang vom Taebaek-Gebirge bis zum Gelben Meer, ergänzt um eine genaue Nummerierung jedes der 2.000 Exemplare. Die Eigenständigkeit setzt sich auf der Frontseite fort, wo der unidirektionalen Lünette eine spezielle Keramikeinlage verpasst wurde. Bei schlechten Lichtverhältnissen könnte man diese für schwarz halten, doch in Wahrheit handelt es sich um einen extrem dunklen Grünton.

    Oris Aquis Big Day Date Oris Carysfort Reef Limited Edition

Leuchtender Smaragd am Handgelenk

Letzterer dient nur als Auftakt für die farbenfrohe Strahlkraft des Zifferblatts. Unter dem gewölbten Saphirglas erwartet uns ein wunderbar lebendiger Sonnenschliff, dessen grüne Kolorierung an die Flussbänke des Hangang erinnern soll. Näher liegt allerdings der Vergleich mit einem Smaragd. In gelungenem Kontrast dazu stehen die polierten, applizierten Indizes und garantieren zusammen mit den kräftigen Zeigern eine mühelose Lesbarkeit. Eine großzügige Leuchtbeschichtung ist vorhanden. Zwei Besonderheiten der Hangang müssen erwähnt werden: Erstens die kreisförmige Datumsanzeige, deren Funktionsweise an das markentypische Zeigerdatum erinnert, zweitens die kleine Sekunde bei neun Uhr. Doppelendig gestaltet, hebt sie das Sondermodell zusätzlich von der Vielzahl gewöhnlicher Aquis-Modelle ab. Ihre Kraft zieht die Hangang aus dem automatischen Oris 743 (Basis: Sellita SW 220-1), das 38 Stunden Gangreserve bei einer geschmeidigen Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) bereitstellt. Am dreigliedrigen Edelstahlband befestigt, kostet die Sonderedition laut Hersteller 2.400 Euro.

Oris Aquis Hangang Limited Edition

Baikal: Tiefster Süßwassersee der Erde

Über 2.000 Kilometer von Seoul entfernt liegt der russische Baikalsee, dessen Schutz die Hölsteiner Traditionsmarke zusammen mit der Lake Baikal Foundation in Angriff genommen hat. Das Forschungszentrum unterstützt das Langzeit-Beobachtungsprojekt „Point No.1“, welches die klimatischen Bedingungen des Baikalsees seit 1945 erforscht und Gefahren für sein weltweit einzigartiges Ökosystem erkennt.

Blick auf eine kleine Bucht des Baikalsees
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Ein Teil des Verkaufserlöses jeder Aquis Lake Baikal Limited Edition (Ref. 01 733 7730 4175) fließt in die Unterstützung dieser Mission. Angesichts der üppigen Auflage von 1.999 Exemplaren sollte also ein nennenswerter Betrag zusammenkommen. Noch stärker interessiert uns aber, was den Diver von seinen unlimitierten Schwestermodellen abhebt. Das Gehäuse jedenfalls kaum: 300 Meter Wasserdichtigkeit, 43,5 Millimeter in Edelstahl und die Formgestaltung sind identisch zur Aquis Hangang und vielen regulären Modellen. Als außergewöhnlich erweist sich hingegen der Gehäuseboden, wo ein malerisches Motiv des gefrorenen Baikalsees neben einer exakten Nummerierung vorzufinden ist.

Oris Aquis Lake Baikal Limited Edition

Die Show gehört dem Zifferblatt

Auf der Frontseite wiederholt sich das Muster der Oris Hangang, dieses Mal allerdings in Blau. So sorgt die dunkelblaue, einseitig drehbare Lünette für die maritime Einstimmung, während das Zifferblatt einen spektakulären Farbverlauf besitzt. Um das Erscheinungsbild des Baikalsees im Winter nachzubilden, beginnt es außen mit einem dunkelblauen Touch, welcher zur Mitte hin verblasst und beinahe vollständig weiß wird.

Blick auf den zugefrorenen Baikalsee
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Obwohl die leuchtbeschichteten Zeiger und Indizes eine klare Verwandtschaft zur Hangang aufzeigen, verfolgt die Lake Baikal eine andere Designsprache. Das Motto lautet Simplizität und spiegelt sich in der Beschränkung auf eine Datumsanzeige bei sechs Uhr wider. Auch die Entscheidung für eine Zentralsekunde positioniert den Diver ein Stückchen näher an den üblichen Aquis Modellen als die grüne Sonderedition. In puncto Antrieb herrscht jedoch Einigkeit: So greift das automatische Oris 733 der Baikal ebenfalls auf Sellita-Power zurück (SW 200-1), bietet dem Träger 38 Stunden Gangreserve und schlägt mit 4 Hertz. Wer den Baikalsee beim nächsten Uhrenkauf unterstützen möchte, muss einen Herstellerpreis von 2.150 Euro einkalkulieren.

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