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Oris Big Crown

«Neue Uhren-Highlights für Luftfahrt-Nostalgiker»

Uhren für Piloten haben bei der Schweizer Uhrenmanufaktur Oris eine lange Tradition. Bis heute ist die Aviatik neben Tauchen, Kultur und Motorsport eine der vier „Oris-Welten“, denen die einzelnen Uhrenmodelle und Produktlinien dieses Herstellers zugeordnet werden. Mit der D.26 286 HB-RAG Limited Edition hat Oris kürzlich ein neues Sondermodell auf den Markt gebracht, das Fans mechanischer Uhren und Luftfahrt-Enthusiasten gleichermaßen begeistern dürfte. Erfahren Sie mehr!

Fliegeruhren seit rund 100 Jahren

Schon während des Zweiten Weltkrieges befasste sich der 1904 gegründete Uhrenhersteller Oris mit der Entwicklung und Produktion von Pilotenuhren, die bis heute einen festen Platz im Sortiment des Unternehmens haben. Dieses hat seinen Sitz übrigens nach wie vor am Gründungsort in Hölstein und zählt heute zu den wenigen Uhrenherstellern, die unabhängig geblieben sind und sich in privater Hand befinden. Einen wichtigen Meilenstein der Unternehmensgeschichte markiert das Jahr 1938. Damals präsentierten die Hölsteiner ein neues Fliegeruhren-Modell mit auffallend großer Krone und Zeigerdatum.

Nach der übergroßen Krone erhielt die neue Modelllinie, die bis heute immer wieder um weitere Modelle ergänzt wurde, ihren Namen „Big Crown“. Die auffällig große Krone ist nicht nur ein äußeres Designmerkmal dieser Uhren, sondern hatte zumindest in den ersten Jahren auch eine ganz praktische Funktion. Denn damals waren Piloten noch darauf angewiesen, sich während ihrer Einsätze mit schwerer Schutzkleidung aus Leder und Pelz gegen die in großer Höhe herrschende Kälte zu schützen.

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Um eine Armbanduhr mit einer kleineren Krone einzustellen, hätten sie jedes Mal ihre Handschuhe ausziehen müssen, während sich die Big Crown auch mit Handschuhen problemlos bedienen ließ. Heute hat dieses Detail seine praktische Bedeutung in der Aviation zwar weitgehend verloren, doch beim Einstellen der Uhr ohne Handschuhe erweist sich die große Krone ebenfalls als besonders komfortabel. Vor allem aber verleiht sie der Oris Big Crown einen nostalgischen Charme, der bis heute die Herzen vieler Pilotenuhren-Liebhaber höherschlagen lässt. Ihre Begeisterung für diese Uhrenlinie dürfte ein wichtiges Motiv dafür sein, dass im Laufe der Jahre immer wieder neue Versionen und Sondermodelle der Big Crown lanciert worden sind, die sich regelmäßig als echte Highlights für Luftfahrt-Nostalgiker erweisen.

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Oris Big Crown 1917 Limited Edition – Rückbesinnung auf die Ursprünge

Ein Beispiel dafür ist die Oris Big Crown 1917 Limited Edition, eine Hommage an die ersten Fliegeruhren der Marke. Der Entwicklung dieses Sondermodells war eine überraschende Entdeckung vorausgegangen. War das Unternehmen selbst bis vor kurzem noch davon überzeugt gewesen, dass die Geschichte der Fliegeruhren im eigenen Haus mit der Big Crown aus dem Jahr 1938 begonnen habe, so ergaben neuere Recherchen im Hölsteiner Firmenarchiv, dass bereits um 1910 – wenige Jahre nach der Unternehmensgründung – erste Fliegeruhren entwickelt worden waren. So fand sich beispielsweise in einem Katalog aus dieser Zeit eine Taschenuhr, deren Gehäuse die Gravur eines Blériot-Fliegers zierte.

Oris Big Crown 1917 Limited EditionLouis Blériot, französischer Pionier der Aviation, hatte am 25. Juli 1909 als erster Pilot den Ärmelkanal überflogen und damit Luftfahrtgeschichte geschrieben. Im Zuge der Nachforschungen im eigenen Archiv wurde zudem eine der wohl ersten Flieger-Armbanduhren des Unternehmens entdeckt, bei der es sich – wie in der Anfangszeit üblich – eigentlich um eine Taschenuhr handelte, an deren Gehäuse Drahtösen für das Armband angelötet worden waren. Die neue Big Crown 1917 Limited Edition erinnert an diese geschichtsträchtige Pilotenuhr, was vor allem im Design von Krone und Zifferblatt zum Ausdruck kommt. Arabische Ziffern im Stil der 1910er bis 1920er Jahre, gebläute Stahlzeiger sowie gewölbtes Saphirglas und der originale Schriftzug des Markennamens sind weitere nostalgische Details.

Neu entwickeltes Werk – mit historischen Reminiszenzen

Eine bemerkenswerte Verbindung zwischen Historie und Gegenwart verkörpert das neu entwickelte Automatik-Uhrwerk vom Kaliber 732. In Anlehnung an das Original wurde es so konstruiert, dass sich die Zeit nur dann umstellen lässt, wenn ein bei zwei Uhr am Gehäuserand angebrachter Knopf heruntergedrückt wird. Es verrichtet seinen Dienst in einem polierten Edelstahlgehäuse mit 40 Millimetern Durchmesser, das an einem liebevoll verarbeiteten Manschetten-Armband aus braunem Leder mit klassischer Dornschließe getragen wird. Die Uhren werden mit einem hochwertigen Leder-Reiseetui geliefert, das ein weiteres, doppelt genietetes Lederband in originalgetreuer Ausführung enthält. Insgesamt wurden von diesen faszinierenden Pilotenuhren nur 1.917 Stück hergestellt. Die Limitierungsnummer ist jeweils auf dem verschraubten Gehäuseboden eingraviert, der zudem das originale Firmenlogo jener Zeit trägt.

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Inspiriert von einer Luftfahrt-Ikone: die D.26 286 HB-RAG Limited Edition

Das derzeit neueste limitierte Sondermodell der Linie mit der markanten Zweibel-Krone ist die Oris Big Crown D.26 286 HB-RAG. Was dem Uneingeweihten auf den ersten Blick nur wie ein kryptisches Ziffern- und Buchstabenkürzel vorkommen mag, gibt Aviatik-Fans bereits einen wichtigen Hinweis auf die Inspirationsquelle für diese besonderen Pilotenuhren. Denn die Bezeichnung steht für die Dewoitine D.26, ein historisch einzigartiges Schulungsflugzeug, das von dem französischen Ingenieur Emile Dewoitine entwickelt wurde und am 20. August 1931 seinen Jungfernflug absolvierte. Die Schweizer Regierung hatte seinerzeit elf dieser Flugzeuge in Auftrag gegeben, die in Thun in der „Eidgenössischen Konstruktionswerkstaette K+W“ in Lizenz gebaut wurden.

Die D.26 286 HB-RAG war bis 1948 von der Schweizer Luftwaffe für die Schulung von Piloten genutzt worden und diente anschließend als Schleppmaschine für Segelflieger in Lausanne, Sitten und Zürich.

Später geriet die Maschine in Vergessenheit, bis sie restauriert und in Dübendorf bei Zürich in einem Museum ausgestellt wurde. Das neue Sondermodell, welches in Anspielung auf das Jahr des Jungfernfluges auf 1.931 Stück limitiert wurde, ist ein Resultat der neuen Partnerschaft von Oris und einer Gruppe von Luftfahrt-Enthusiasten mit dem Namen „Hangar 31“. Die Gruppe widmet sich seit 2015 ehrenamtlich der Erhaltung eines historischen Dewoitine-D.26-Modells mit der Kennung D.26 286 HB-RAG und fliegt dieses auch. Weltweit existiert heute nur noch ein weiteres flugfähiges Exemplar der D.26.

Die D.26 286 HB-RAG Limited Edition im Detail

Die Oris Big Crown D.26 286 HB-RAG Limited Edition vereint in sich alle Einflüsse, die bereits das Ursprungsmodell von 1938 prägten. Die gute Ablesbarkeit des Zifferblatts und die leichte Einstellbarkeit mithilfe der großen Krone stehen dabei an erster Stelle. Weitere Charakteristika sind die geriffelte Lünette sowie der zentrale Datumszeiger. Das Edelstahlgehäuse hat einen Durchmesser von 40 Millimetern; getragen wird es an einem braunen Lederband. Auf dem verschraubten Gehäuseboden aus Edelstahl ist die Dewoitine D.26 286 HBRAG eingeprägt. Zudem ist in den Boden eines jeden Exemplars die individuelle Limitierungsnummer eingraviert. Angetrieben wird die Uhr von einem mechanischen Werk vom Kaliber Kal. 754 mit automatischem Aufzug, das auf dem Sellita SW 200-1 basiert. Das beidseitig gewölbte Saphirglas ist innen entspiegelt.

Oris Air Racing Edition VI Limited Edition

Die auf dem grünen Zifferblatt aufgedruckten arabischen Ziffern sowie die Stunden- und Minutenzeiger aus poliertem Nickel sind mit Superluminova beschichtet und daher auch bei Dunkelheit gut ablesbar. Für die Anzeige des Tagesdatums und die Zentralsekunde wurden ebenfalls polierte Nickel-Zeiger verwendet; der Datumszeiger ist zudem an seiner roten Spitze erkennbar. Dieses Big-Crown-Sondermodell wird ebenfalls mit einem besonderen Lederetui und einem zusätzlichen braunen Lederband geliefert. Übrigens: Wer große, gut ablesbare Pilotenuhren wie die Big Crown liebt, es aber nicht ganz so nostalgisch mag, sollte sich einmal deren Schwestermodelle wie die Air Racing Edition VI Limited Edition ansehen, die eine interessante Neuinterpretation des seit Jahrzehnten bewährten Konzepts bieten.