Omega Diver

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Die Omega Diver gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Taucheruhrenmodellen – und dies keineswegs nur unter Tauchern. Nach einem Vierteljahrhundert erfolgreicher Präsenz am Markt hat ihr Hersteller der Modelllinie im Jahr 2018 einen Relaunch spendiert. Wir haben einen Blick auf die aktuellen Modelle mit dem charakteristischen Zifferblatt mit Wellendesign geworfen.

Omegas Diver 300m: Erbe einer langen Taucheruhrentradition

Als die Omega Diver 300M im Jahr 1993 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde, konnte die Marke bereits auf fast ein halbes Jahrhundert Erfahrung in diesem anspruchsvollen Segment des Uhrenmarktes zurückblicken. Schon die ersten, im Jahr 1947 lancierten Seamaster Taucheruhren zeichneten sich im Vergleich zu herkömmlichen Armbanduhren durch eine höhere Wasserdichtigkeit aus, und seit 1957 umfasst die Kollektion durchgehend Modelle, die explizit für die Verwendung im Tauchsport oder durch Berufstaucher konzipiert sind. Darunter sind sowohl Automatikmodelle als auch solche mit Quarzantrieb.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42mm in der Version 210-22-42-20-01-001

Häufig findet sich in ihren Modellnamen die Bezeichnung „Professional“, um sie von anderen Seamaster-Modelllinien wie zum Beispiel Aqua Terra abzugrenzen, die zwar ebenfalls eine erhöhte Wasserdichtigkeit aufweisen, jedoch nicht in dem Maße, wie es für eine echte Taucheruhr erforderlich ist. Auch die zum Einstellen der Tauchzeiten erforderliche drehbare Lünette fehlt etwa bei der Aqua Terra Automatic oder 150M. Die Professional-Modelle dagegen sind als vollwertige Taucheruhren nicht nur mit dem charakteristischen Drehring ausgestattet, sondern zudem mindestens bis zu 300 Meter wasserdicht, was deutlich über den in der einschlägigen Norm für Taucheruhren geforderten Mindestwert von 200 Metern hinausgeht.

Bewährt im Einsatz bei „007“

Der hohe Bekanntheitsgrad von Omegas Diver 300M ist zum einen dem charakteristischen Design dieser Modelllinie, insbesondere ihren Skeleton-Zeigern und dem Wellenmuster auf dem Zifferblatt, zu verdanken. Zum anderen dürfte die Diver bei vielen Uhrenliebhabern und James-Bond-Fans durch den Film „Goldeneye“ bekannt geworden sein, der 1995 in die Kinos kam und den Beginn von Omegas Engagement als Sponsor der James-Bond-Filme markiert. Darin trug „007“ als Dienstuhr eine Seamaster Professional 300m an seinem Handgelenk, um stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und wer wüsste besser als der britische Super-Agent im Dienste ihrer Majestät, dass das exakte Timing in vielen Situationen geradezu überlebenswichtig ist?

Damals war die Uhr erst seit zwei Jahren auf dem Markt, inzwischen sind darauf mehr als 25 Jahre geworden. Auch wenn sich das Modell bei Bond offenbar bestens bewährt hat, war die Zeit durchaus reif, um einige Modifikationen und Modernisierungen vorzunehmen. Deren Resultate waren auf der Baselworld 2018 zum ersten Mal öffentlich zu sehen gewesen und inzwischen liegen bereits erste Weiterentwicklungen und Sondermodelle vor.

Umfassende Überarbeitung – aber behutsamer Umgang mit dem Design

Beim Relaunch der Diver haben Omegas Uhrmacher einerseits keine Kosten und keinen Aufwand gescheut, um die neuen Modelle mit moderner mechanischer Uhrentechnik auszustatten. Andererseits gingen sie mit dem Design der beliebten Taucheruhrenlinie so behutsam um, dass es zwar sichtlich frischer und jünger wirkt, zugleich aber weiterhin uneingeschränkt gewährleistet, dass die Uhr auf den ersten Blick als Diver 300 zu erkennen ist. Bemerkenswert ist die deutlich gewachsene Vielfalt innerhalb der Modelllinie. So wurden bereits zum Marktstart nicht weniger als vierzehn verschiedene Versionen präsentiert. Davon waren sechs aus Edelstahl gefertigt, bei den übrigen acht handelte es sich um Bicolor-Kombinationen von Edelstahl und Gold.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42mm in der Version 210-20-42-20-01-002

Die Armbänder sind jeweils in einer passenden Edelstahl- oder Bicolor-Version verfügbar; darüber hinaus lässt sich jedes Modell auch an einem Armband aus schwarzem oder blauem Kautschuk tragen. Die Gehäusedurchmesser der Drei-Zeiger-Taucheruhren liegen bei 42 Millimetern und sind damit minimal größer als ihre Vorgänger. Als Antrieb für die Diver fungiert nunmehr das Master Chronometer Kaliber 8800, das gegenüber den Werken der Vorgängermodelle eine noch höhere Präzision bietet und zugleich wesentlich unempfindlicher gegenüber störenden Einflüssen von Magnetfeldern ist.

Moderne Optik – vom Skeleton-Zeiger bis zum Zifferblatt mit Wellendesign

Legt man eine Omega Diver 300 von 1993 und ein neues Modell von 2018 oder 2019 nebeneinander, dann fällt auf, dass trotz des weitgehend gleichgebliebenen Gesamteindrucks eine ganze Reihe von Details gestalterisch modernisiert worden sind. Um den Omegas 300-m-Taucheruhren eine frischere Optik zu verleihen, ohne dabei das ursprüngliche Designkonzept der Modelllinie so weit aufzugeben, wurde die Lünette mit der Skala zum Ablesen der Tauchzeiten nunmehr aus Keramik gefertigt und ist somit noch robuster und lichtechter als bisher.

Für die Skalenstriche und die Zahlen wählte Omega weiße Keramik beziehungsweise – bei den Bicolor-Modellen – das selbst entwickelte Ceragold. Das Zifferblatt mit Wellendesign besteht ebenfalls aus polierter Keramik und ist in Blau, Schwarz, Weiß oder Grau erhältlich. Das Wellenmuster, eines der charakteristischen Merkmale der Omega Diver, ist seit dem Relaunch als Lasergravur ausgeführt. Die markanten Skeleton-Zeiger sind – je nach Modellversion – entweder gebläut, rhodiniert oder aus 18-karätigem Gold gefertigt und wurden in ihrer Form leicht verändert, sodass die Außenkanten nun auch beim Stundenzeiger zu beiden Enden hin spitz zulaufen und nicht mehr parallel zueinander liegen.

Omegas Taucheruhrenlinie „Diver“: funktional und praktisch

Die Spitzen der Zeiger sind ebenso mit Superluminova beschichtet wie die Stundenindizes. Das Fenster zur Anzeige des Tagesdatums ist bei den serienmäßigen Modellen über der Sechs platziert, während bei den ersten Sondermodellen darauf verzichtet wurde.

Das seit jeher für die Diver 300m charakteristische Heliumauslassventil bei der Zehn ist seit dem Relaunch leicht konisch geformt und die Metallarmbänder haben ein neues, ergonomischeres Design bekommen.

Entsprechend ihrer eigentlichen Zweckbestimmung hat Omega das Armband der neuen Diver mit einer Faltschließe inklusive Drücker und Sicherheitsbügel versehen, die auch eine Tauchverlängerung enthält, sodass die Uhr problemlos über dem Ärmel eines Taucheranzuges getragen werden kann.

Keramik-Modelle und eine erste Limited Edition der Omega Seamaster Diver 300m

Neben den vierzehn Modellen der 2018er Baselworld-Kollektion hat Omega die Diver 300m inzwischen bereits um eine erste limitierte Sonderauflage sowie um zwei etwas größere Modelle mit Keramikgehäuse ergänzt. Letztere haben einen Durchmesser von 43,5 Millimetern und werden zusammen mit einem schwarz-grau-gestreiften NATO-Armband beziehungsweise einem schwarzen Kautschukband getragen. Gehäuse, Lünette und Zifferblatt bestehen jeweils aus schwarzer Keramik, und die nötige Energie liefert das Master Chronometer Kaliber 8806, das durch den Saphirglasboden von außen sichtbar ist. Die Skeleton-Zeiger und die Indizes sind aus Titan gefertigt und mit weißer Leuchtmasse beschichtet.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 43,5mm in der Version 210-92-44-20-01-002

Titan spielt auch eine zentrale Rolle bei der ersten limitierten Sonderausgabe der neuen Seamaster Diver 300M, wo es mit dem seltenen Metall Tantal kombiniert wurde. Weltweit kommen nur 2.500 Stück dieser besonderen Taucheruhren in den Handel. Das Modell versteht sich als Hommage an eine Uhr, die Omega bereits 25 Jahre früher aus demselben Metall hergestellt hatte. Das blaugrau getönte Tantal findet bei der Sonderedition der Omega Diver 300M zum einen bei der Basis der Lünette und zum anderen bei den Mittelgliedern des Armbandes Verwendung und bildet einen interessanten Kontrast zur Farbe des unlegierten Titans, aus dem die übrigen Armbandglieder und das Gehäuse bestehen.

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