Eleganter Herr schaut auf Armbanduhr
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Omega Black Black

« Lieblingsfarbe in doppelter Ausführung »

Seit ihrer Erstvorstellung auf der Baselworld 2013 sind die sportlichen „Dark Side of the Moon“-Uhren zu unverzichtbaren Mitgliedern in Omegas Speedmaster Kollektion geworden. Für besonderes Aufsehen sorgt die Variante Black Black, die ihren Namen ernst nimmt und absolute Dunkelheit bis ins letzte Detail bereitstellt. Warum die komplett schwarze Uhr in Sammlerkreisen eine hohe Anziehungskraft genießt, welche technischen Details sie auszeichnen und was den dunklen Chronographen von seinen Schwestermodellen unterscheidet, beantworten wir im Folgenden.

Erfolgsrezept seit acht Jahren

Viele technische Revolutionen der Weltgeschichte stießen auf Unverständnis, bevor sie ihren großen Durchbruch feiern konnten. Kaiser Wilhelm II. glaubte an das Pferd anstelle des Autos, der Chef von Warner Brothers sah 1927 keine Zukunft in Tonfilmen und Microsofts CEO Ballmer konnte sich 2007 keinen größeren Markt für Smartphones vorstellen. Eine ähnliche Geschichte durchlief die Dark Side of the Moon, die der Speedmaster vor acht Jahren erstmals ein schwarzes Gehäuse bescherte. Die härtesten Kritiker sahen darin einen Verrat an der Moonwatch, andere ein erfolgloses Nischenprodukt. Doch das Rezept sollte sich durchsetzen: Man vergrößere das Gehäuse der Speedmaster von 42 auf 44,25 Millimeter, verpasse ihr ein höherwertiges Manufakturwerk und ersetze Edelstahl durch Keramik. Leichter, moderner, stabiler – das Konzept ist so beliebt, dass Kunden dafür bis heute den doppelten Preis einer klassischen Moonwatch Professional bezahlen.

Omega Speedmaster "Dark Side of the Moon" Vintage Black Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon"

Somit verwunderte die stetige Erweiterung der Modellfamilie in den vergangenen Jahren nicht. Erst kürzlich erschien anlässlich des America’s Cups die Alinghi, 2018 sorgte die Apollo 8 mit ihrem Zifferblatt im Mondkrater-Look für Aufsehen und 2015 war es die Speedmaster Black Black, die Schlagzeilen in der Fachwelt machte. Mit gutem Grund: Nie zuvor hatte es eine hundertprozentig geschwärzte Omega gegeben.

Keine Chance für weiße Kontraste

Am besten versteht man die Omega Black Black bei einer Gegenüberstellung mit der gewöhnlichen Dark Side of the Moon (Ref. 311.92.44.51.01.007). Letztere nimmt ihre Schwärze schon ziemlich ernst: Das abwechselnd gebürstete und polierte Gehäuse, die satinierte Lünette und das polierte Zifferblatt bestehen allesamt aus schwarzer Keramik. Wie für schwarze Uhren typisch, wird die Dunkelheit bei der Dark Side of the Moon um strahlend helle Weißkontraste ergänzt. Tachymeterskala, sämtliche Zeiger, alle Indizes und die komplette Minuterie stehen in maximalem Gegensatz zum nächtlichen Hintergrund und bescheren dem Chronographen eine exzellente Lesbarkeit. Wie eine Erdbeere auf dem Kuchen, sorgt der rote Speedmaster-Schriftzug unter dem Markenlogo für eine erfrischende Note.

Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon" Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon" Black Black

Für solche Spielereien hat die Omega Black Black keine Toleranz. Auch für weiße Kontraste und alles, was nicht schwarz ist, fehlt dem mysteriösen Boliden jedes Verständnis. Um sein Ziel der puren Dunkelheit zu erreichen, übernimmt er das schwarze Keramikgehäuse der klassischen Dark Side of the Moon, verzichtet im Gegensatz zu dieser jedoch auf sämtliche Erhellungen bei Zifferblatt und Lünette. Gemäß ihres Namens ist die Omega „doppelt schwarz“, weil kein Unterschied zwischen Hintergrund und Beschriftungen gemacht wird.

Das Zifferblatt: Cleveres Spiel aus verschiedenen Schwarztönen

Trotz aller Konsequenz haben die Designer aus Biel nicht vergessen, dass der Luxusgigant eine Uhr ist und irgendwie abgelesen werden muss. Dieses Vorhaben wird durch geschickte Variationen in der Oberfläche und Intensität der schwarzen Komponenten erreicht. So besitzen Lünette und Zifferblatt eine matte Ästhetik, die streng genommen nicht schwarz, sondern dunkelgrau ist und somit noch Spielraum für „richtiges“ Schwarz bereithält. Letzteres findet sich an drei Stellen: Erstens in der lackierten Tachymeterskala, zweitens im Datumsfenster über sechs Uhr und drittens auf den Zeigern wie Indizes. Dort kommt schwarzes Superluminova (ja, das gibt es tatsächlich) zum Einsatz, welches der Speedmaster Black Black eine bessere Ablesbarkeit im Dunklen als bei Tageslicht gewährt. Sogar die Chronographensekunde lässt sich auf nächtlichen Ausflügen problemlos erfassen.

Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon" Black Black

Stichwort Chronograph: Wie von anderen Dark Side of the Moon Editionen gewohnt, kommt ein Bicompax-Layout mit kleiner Sekunde rechts der Neun und einer kombinierten Stunden- wie Minutenskala neben der Drei zum Einsatz, die angehaltene Intervalle wie auf einer zweiten Uhr darstellt. Ohne Mühe ist die Erfassung der mattschwarzen, dreidimensional gestalteten Totalisatoren aber nicht möglich. Gebürstete Zeiger runden das Gesamtbild unter dem beidseitig entspiegelten Saphirglas ab.

Keine Überraschungen bei Gehäuse und Band

Am Handgelenk sitzt die komplett schwarze Uhr wie ihre Schwestermodelle: Groß, aber nicht monströs und mit einer einschüchternden Präsenz. Für diese sorgen 44,25 Millimeter Durchmesser, die auf wuchtige 16 Millimeter Höhe und eine Bandanstoßbreite von 21 Millimetern treffen. Letztere umschließt ein Nylonband mit – wer hätte es gedacht – schwarzer Beschichtung und schwarzer Keramik-Faltschließe. Die vollständige Dunkelheit, gepaart mit stolzen Ausmaßen und sportlicher Formgebung, verleiht der Speedmaster Black Black die sofortige Aufmerksamkeit aller Uhrenliebhaber im Raum. Wer sie kennt, kann sie auf 20 Meter Entfernung identifizieren.

Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon" Black Black

Hauseigene Power mit Kaliber 9300

Der böse Chronograph mag zwar auf der Frontseite doppelt schwarz sein, nicht aber von hinten. Dort begrüßt uns ein großflächiger Saphirglasboden, der das Co-Axial-Manufakturwerk 9300 ans Tageslicht bringt. Dessen Komponenten wurden nicht geschwärzt (eine Idee für die nächste Black Black?) und erbringen mit 60 Stunden Gangreserve sowie COSC-zertifizierter Präzision vertraute Topleistungen. Die Besonderheiten des Säulenrad-Chronographen liegen in seiner Konstruktion, die auf ein doppeltes Federhaus setzt und dank Silizium-Spiralfeder eine hohe Magnetresistenz aufweist. Schön anzusehen sind die Genfer-Streifen-Arabesken auf dem Rotor, der die Kaliberbezeichnung in roter Schriftfarbe führt.

Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon" Black Black

Ein letztes Feature des Antriebs darf nicht unerwähnt bleiben: Seine Möglichkeit, den Stundenzeiger in stündlichen Intervallen, unabhängig von der Minute vor- und zurückzustellen. Auf Reisen ein unglaublich praktisches Feature. Wer die Omega Black Black (Ref. 311.92.44.51.01.005) auf den nächsten Ausflug mitnehmen möchte, sollte nicht mit einem Schnäppchen rechnen: 11.400 Euro Herstellerpreis sind für das dunkle Instrument einzuplanen. Dafür gibt es etwas, was die wenigsten Zeitanzeiger bieten können: Schwarze Uhren in Vollendung.

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