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Nomos „Ärzte ohne Grenzen“

« Tangente-Sondermodelle für Hilfsorganisation »

Wer sich eine Luxusuhr leisten und zugleich anderen etwas Gutes tun möchte, hat bei Nomos Glashütte ab sofort eine gute Gelegenheit dazu. Denn die sächsische Manufaktur hat eine Kollektion von Sondermodellen der Tangente und der Tetra auf den Markt gebracht, deren Verkaufserlös anteilig der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ zugutekommt. Wir stellen den Leserinnen und Lesern unseres Magazins die verschiedenen Versionen im Detail vor.

Größte internationale Organisation im Bereich der medizinischen Nothilfe

Die Ärzte ohne Grenzen sind nicht nur die größte internationale Organisation im Bereich der medizinischen Nothilfe, sondern auch eine der bekanntesten Hilfsorganisationen überhaupt. Häufig werden sie in den Nachrichten im Zusammenhang mit Berichten aus Krisengebieten in aller Welt erwähnt, wo sie Kranken und Verletzten unabhängig von jeglichen politischen oder religiösen Zugehörigkeiten dringend benötigte Hilfe leisten. Aktuell sind sie in mehr als 70 Ländern der Welt aktiv.

Impfung eines afrikanischen Mannes
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Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um kriegerische Auseinandersetzungen, Epidemien, Naturkatastrophen, Hungersnöte oder Folgeerscheinungen von Vertreibung und Flucht handelt. Die fast schon ein halbes Jahrhundert umspannende Geschichte der ausschließlich durch Spenden finanzierten Organisation ist eine echte Erfolgsstory. Am 21. Dezember 1971 in Paris von zwölf Ärzten und Journalisten als Verein gegründet, hat sie heute weltweit mehr als 35.000 Angestellte und ein Budget von fast anderthalb Milliarden Euro. Der Sitz befindet sich mittlerweile in Genf.

Drei afrikanische Kinder
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Mehrfach hat die Hilfsorganisation renommierte internationale Auszeichnungen erhalten, so beispielsweise den Friedensnobelpreis im Jahr 1999 und den Lasker-Bloomberg Public Service Award im Jahr 2015. Die einzelnen Sektionen nutzen jeweils die französische Bezeichnung Médecins Sans Frontières und ihre Abkürzung MSF zusammen mit der Übersetzung in ihrer jeweiligen Landessprache.

Uhrenkauf mit Spendeneffekt

Zu den zahlreichen Unterstützern der Ärzte ohne Grenzen zählt auch die Glashütter Uhrenmanufaktur Nomos. Sie hat eigens zu diesem Zweck drei limitierte Sondermodelle der Tangente und der Tetra aufgelegt, die sich nicht nur durch bestimmte äußerliche Merkmale von ihren serienmäßigen „Geschwistern“ unterscheiden, sondern auch durch den mit ihrem Kauf automatisch verbundenen Spendeneffekt. Jedes Mal, wenn eine dieser Uhren verkauft wird, erhält die Nothilfeorganisation einen Teil des Verkaufserlöses.

Dieser Teil beträgt pro Exemplar jeweils 100 Euro, 100 Dollar oder 100 Pfund. Das Geld wird unmittelbar und ohne irgendeinen Abzug an die Hilfsorganisation weitergeleitet.

Möglich wird die Aktion dadurch, dass sowohl der Uhrenhersteller als auch die Fachhändler auf Gewinn verzichten. Der Spendenbetrag, der durch den Verkauf einer Nomos Ärzte ohne Grenzen generiert wird, reicht beispielsweise aus, um in Krisengebieten die Ernährung von vier mangelernährten Kindern für vier Wochen sicherzustellen, fünf Notunterkünfte für Familien zu finanzieren oder das Material für zwölf Verbände zur Wundversorgung zu beschaffen.

Klein, aber fein: die Unterschiede zwischen Sonder- und Serienmodellen

Bekannt für ihr minimalistisches, auf das Wesentliche reduziertes Design, hat die junge Manufaktur aus Glashütte auch bei den Sondermodellen der Nomos Ärzte ohne Grenzen auf spektakuläre Knalleffekte verzichtet. Stattdessen sind es kleine, aber feine Unterschiede, die den Träger einer solchen Uhr als humanitär engagierten Uhrenkäufer ausweisen. Das wohl auffälligste Merkmal ist die rote Zwölf der Sondermodelle. Zudem findet sich unter der Sechs die Aufschrift „Ärzte ohne Grenzen“, die auch auf dem Gehäuseboden eingraviert ist.

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Die Sprache entspricht dabei stets der Sprache des Landes, dessen Sektion die aus dem Verkauf des betreffenden Exemplars stammende Spende bekommt. Auf dem Zifferblatt ist die Aufschrift so dezent und klein gehalten, dass sie erst auf den zweiten Blick wahrgenommen wird und die Eignung der Uhr als Dresswatch oder Businessuhr nicht infrage stellt. Ein weiteres Merkmal der limitierten Sondermodelle sind die hier in Schwarz gehaltenen, sonst aber gebläuten Zeiger. Von jedem der drei Sondermodelle werden nur 1.000 Stück gefertigt.

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Insgesamt summiert sich das Spendenpotenzial der Nomos Ärzte ohne Grenzen 2018 somit auf den stattlichen Betrag von rund 300.000 Euro, wobei die genaue Summe davon abhängt, wie viele Exemplare in welcher Währung verkauft werden.

Klassiker aus Glashütte im humanitären Einsatz für Hilfsorganisation

Die Tangente gilt als Markenikone und Klassiker der Glashütter Manufaktur schlechthin. So dürfte es die große internationale Fangemeinde dieses Modells besonders freuen, dass sich die limitierte Sonderausführung für Ärzte ohne Grenzen mit der Referenz 139.S8 sehr eng an das von den Serienmodellen gewohnte Erscheinungsbild anlehnt. Ihr Gehäuse ist – wie bei den Serienmodellen – aus Edelstahl gefertigt und hat einen Durchmesser von 35 Millimetern. Sie eignet sich damit für Damen ebenso wie für Herren mit schlankem Handgelenk. Die geringe Gehäusehöhe von nur 6,6 Millimetern trägt maßgeblich zum schlichten, eleganten Erscheinungsbild dieser Uhr bei. Das weiß versilberte, galvanisierte Zifferblatt wird von kratzfestem Saphirglas geschützt. Die schwarzen Indizes und die schwarz oxidierten Zeiger heben sich gut davon ab. Neben den zentralen Stunden- und Minutenzeigern gibt es eine kleine Sekunde bei der Sechs.

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Angetrieben wird die Uhr von einem Alpha-Manufakturkaliber. Das hauseigene Werk ist mit einem Handaufzug versehen und verfügt über eine maximale Gangreserve von rund 43 Stunden. Es lässt sich durch den Saphirglasboden bei seiner Arbeit beobachten und weist einige Besonderheiten wie Sekundenstopp, Glashütter Dreiviertelplatine und Glashütter Gesperr auf. Die Feinregulierung erfolgt in sechs Lagen. Die Finissage lässt eine liebevolle Verarbeitung bis in kleinste Details erkennen.

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Temperaturgebläute Schrauben und rhodinierte Werkoberflächen mit dem charakteristischen Glashütter Streifenschliff sowie Nomos-Perlage erfreuen das Auge des Kenners ebenso wie der Streifenschliff auf dem Sperr- und Kronrad. Das Armband ist schwarz und aus feinstem Genuine Shell Cordovan Leder von Horween hergestellt.

Quadratisch oder rund: Tetra 27 und Tangente 33 als kleinere Alternativen

Wer statt der 35-Millimeter-Version der Nomos Ärzte ohne Grenzen ein kleineres Modell bevorzugt, hat die Wahl zwischen der Tetra 27 und der Tangente 33. Erstere besitzt ein quadratisches Edelstahlgehäuse mit einer Größe von 27,5 x 27,5 Millimetern und einer Höhe von 6,05 Millimetern. Der Gehäuseboden ist in diesem Fall nicht aus Saphirglas, sondern ebenfalls aus Edelstahl, während die übrigen gestalterischen und technischen Details einschließlich des verwendeten Uhrwerks im Prinzip mit denen der 35-Millimeter-Tangente übereinstimmen.

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Dasselbe gilt auch für das Ärzte-ohne-Grenzen-Sondermodell der Tangente 33, deren Werk in einem runden Edelstahlgehäuse mit 32,8 Millimetern untergebracht ist. Eine Ausnahme bildet lediglich das Armband. Dieses ist bei der 33-Millimeter-Version nicht aus schwarzem glattem Cordovan-Leder, sondern aus grau-beigefarbenem Veloursleder gefertigt. Dass in allen drei Modellen dasselbe Uhrwerk zum Einsatz kommt, hat einen guten Grund und passt auch gut zum Thema dieser Sonderauflage.

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Denn das Handaufzugskaliber Alpha ist nicht nur das am häufigsten verwendete Manufakturwerk von Nomos Glashütte, sondern gilt ebenso als besonders präzise und robust. Ebenso wie die Ärzte ohne Grenzen und ihre zahlreichen Helfer verrichtet es auch bei hoher Beanspruchung unbeirrt und zuverlässig seinen Dienst.