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Longines Equestrian

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Dass sich Luxusuhrenhersteller als Zeitnehmer und Sponsoren bei renommierten Sportveranstaltungen engagieren, hat eine lange Tradition. Doch während sich die meisten Marken auf Motorsport, Leichtathletik, Segeln oder Fußball fokussieren, hat Longines auch den Reitsport im Fokus. Mit der Kollektion Longines Equestrian gibt es sogar eine eigene Damenuhrenkollektion, die dem Engagement der Marke für diese Sportart gewidmet ist.

Ein traditionsreicher Sport – und die älteste eingetragene Uhrenmarke der Welt

Dass sich Luxusuhrenhersteller im Sportsponsoring oder als Zeitnehmer bei renommierten internationalen Wettkämpfen engagieren, ist keine Seltenheit, kommt es doch in den meisten Sportarten auf eine möglichst exakte Zeitmessung an. Wer diese mit seinen Uhren gewährleisten kann, profiliert sich auf diese Weise schnell und vor internationalem Publikum als Qualitätsanbieter.

Besonders beliebt ist dabei der Motorsport, denn er verspricht den Beteiligten die Aussicht auf interessante Imagetransfers: von schnellen, leistungsstarken Motoren zu robusten und zuverlässigen Chronographen – und umgekehrt.

Doch während viele zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder auch später entstandene Uhrenmarken sich genau aus diesem Grund schon sehr früh Uhren mit Motorsportbezug lancierten, hätte Longines auf diese Möglichkeit erst noch einige Jahrzehnte warten müssen. Zur Zeit der Gründung des Unternehmens – im Jahr 1832 – existierten zwar bereits Dampfmaschinen und -Lokomotiven, doch die Eröffnung der ersten öffentlichen Eisenbahn, der englischen Stockton and Darlington Railway, lag gerade erst sieben Jahre zurück. Und an Automobile oder gar an Motorsport war noch lange nicht zu denken.

Longines Saint-Imier Collection in der Version L2-563-8-88-3 aus 18K Rosegold mit Perlmutt-Ziffernblatt und Diamantbesatz

Als Carl Benz 1886 schließlich mit seinem dreirädrigen „Patent-Motorwagen“ für Aufsehen sorgte und dieser als erstes Gefährt seiner Art in einer kleinen Serie produziert wurde, konnte die Firma aus Saint-Imier mit dem geflügelten Sanduhren-Logo bereits auf mehr als ein halbes Jahrhundert erfolgreichen Wachstums zurückblicken. Angesichts dieser zeitlichen Dimensionen ist es nicht erstaunlich, dass sich die traditionsreiche Uhrenmarke schon früh einer nicht minder traditionsreichen Sportart zugewandt hat: dem Reitsport.

Longines Saint-Imier Collection in der Version L2-263-5-87-7 mit Perlmutt-Ziffernblatt, Stahl-Rosegoldband und Diamantenbesatz

Auch wenn Fußball, Motorsport und andere Sportarten heute im Vergleich dazu weitaus populärer sein mögen, sind zumindest einige Pferderennen bis heute gesellschaftliche Ereignisse ersten Ranges. Bei mehreren dieser hochkarätigen Events ist das Unternehmen Longines als älteste eingetragene Uhrenmarke der Welt Jahr für Jahr mit seinem Namen und seinen Produkten präsent.

Vielfältiges Engagement in der „Equestrian World“ seit mehr als 100 Jahren

Schon seit mehr als 100 Jahren pflegt die Uhrenmarke aus Saint-Imier eine enge Verbindung zum Pferdesport – und dies auf vielfältige Weise. Das Spektrum der von Longines unterstützten Events reicht von renommierten Flachrennen über Sprinturniere bis hin zum Distanzreiten. Der Ursprung dieses Engagements liegt übrigens in einer technischen Neuerung aus dem Jahr 1878. Damals war es dem Unternehmen möglich geworden, mittels neuer mechanischer Produktionsverfahren ein einfaches Chronographenwerk herzustellen, das als Kaliber 20H bezeichnet und von dem Uhrmacher Alfred Lugrin zum Patent angemeldet wurde. Es handelte sich dabei um das erste zur Kurzzeitmessung geeignete Instrument der Marke, dem im Laufe der Jahrzehnte noch zahlreiche weitere folgen sollten.

Im Jahr 1881 erschienen die nach aktuellem Kenntnisstand frühesten gedruckten Anzeigen, in denen die Uhren mit dem Sanduhren-Logo mit Bezug zum Reitsport und zur „Equestrian World“ beworben wurden, auch wenn es damals noch keine explizit mit „Equestrian“ bezeichnete Kollektion gab. Lugrins patentierter Ein-Drücker-Chronograph avancierte in der Welt der Reiter und Pferde schnell zum Star, insbesondere in den USA. Zuschauer auf den Rängen verwendeten ihn gerne für die Zeitmessungen, auf die sie sich bei ihren Wettentscheidungen stützen konnten. Vor allem aber nutzten ihn die professionellen Akteure rund um die Rennbahn: Reiter, Talentscouts von Rennställen, Rennveranstalter, Betreiber von Reithallen und Gestüten – und natürlich die Schiedsrichter. 1886 sollen sich bereits die meisten New Yorker Schiedsrichter auf die Chronographen aus Saint-Imier verlassen haben. Parallel dazu entwickelte das Unternehmen seine Technologie und seine Fertigungsprozesse weiter.

Durch Einsatz entsprechender Werkzeugmaschinen wurde es möglich, 1888 einen weiteren Chronographen auf den Markt zu bringen, der auf einem 1878 entwickelten Kaliber basierte, aber eine deutlich verbesserte Ganggenauigkeit aufwies. 1912 war schließlich der Moment gekommen, in dem die erfolgreiche Uhrenfirma erstmals als offizielle Partnerin eines internationalen Wettbewerbes im Springreiten agierte.

Die Kollektion Equestrian: von filigranen Damen-Armbanduhr bis zur Taschenuhr

Mit ihrer Kollektion Longines Equestrian haben die Uhrmacher aus Saint-Imier ihrem jahrzehntelangen Engagement für den Reitsport ein würdiges Denkmal gesetzt, oder besser: eine ganze Serie von Denkmälern. In erster Linie handelt es sich um eine Damenuhrenkollektion, die sich durch betont feminine Eleganz und zugleich durch eine beeindruckende Formenvielfalt auszeichnet. Viele gestalterische Details, angefangen von der Form des Gehäuses über seine Verbindung mit dem Armband bis hin zu dessen Material, erinnern an Zaumzeug, Sättel, Hufeisen und andere Reitsportutensilien.

Bei einigen Equestrian-Modellen sind diese Bezugnahmen auf den ersten Blick erkennbar, bei anderen Equestrian-Modellen wiederum erschließen sie sich nur dem Kenner oder der Kennerin.

So ist beispielsweise die längsrechteckige Gehäuseform mit den abgerundeten Ecken bei den 2016 lancierten Modellen von einer Schnalle an dem Turnierzaum inspiriert, der bei Freibergern, der einzigen Pferderasse der Schweiz, verwendet wird. In ihren 24,7 mal 36 Millimeter großen Edelstahlgehäusen arbeiten zuverlässige ETA-Quarzwerke.

Wer gerne einen Hauch von Luxus zeigen möchte, findet dafür eine besonders geeignete Modellversion mit einem Perlmuttzifferblatt und diamantenen Indizes. Eine etwas weniger auffällige, aber nicht minder edle Variante besitzt ein silberfarbenes Zifferblatt mit Flinqué-Dekor, welches mit blauen, römischen Ziffern versehen ist. Darüber hinaus gibt es eine fein gearbeitete Damen-Armbanduhren mit runden Gehäusen oder hufeisenförmigen Details – und sogar eine Auswahl an Taschenuhren.

Hommage an die Ursprünge des eigenen Erfolges in der Welt der Pferde

Vor allem die Taschenuhren der Kollektion Longines Equestrian verstehen sich als Hommage an den eigenen Erfolg der Marke in der „Equestrian World“. Unter ihnen finden sich wertvolle limitierte Sonderauflagen mit Gehäusen aus massivem, achtzehnkarätigem Gold. Häufig sind die Gehäuserückseiten oder – sofern vorhanden – die Deckel mit Gravuren versehen, die Pferde oder Reiter zeigen. Ein besonderes Highlight war die auf der Baselworld 2016 präsentierte Longines Equestrian Pocket Watch Jockey 1878, einer ebenso eleganten wie leistungsstarken Lépine-Taschenuhr. Bei Uhren dieser Bauart, die nach dem Franzosen Jean Antoine Lépine (1720-1814) benannt ist, liegen Krone, Aufzugswelle und Sekundenanzeige in einer Linie mit der Aufzugswelle. Auf den Pfeiler und die obere Werkplatte wird verzichtet.

Zum Befestigen der Räder dienen Brücken und Kloben und die Schnecke mit Kette wird durch ein Federhaus ersetzt. Daher können Lépine-Kaliber flacher gebaut werden, was ein Grund für deren große Beliebtheit als Frackuhren ist. Die Longines Equestrian Pocket Watch Jockey 1878, von der lediglich 20 Exemplare gefertigt wurden, ist eine Replika des erwähnten ersten Chronographen von 1878, der letztlich als Urahn aller Equestrian-Modelle gelten kann. In den rotgoldenen Gehäuseboden ist ein Jockey in Rennkleidung eingraviert und das weiß lackierte Zifferblatt erinnert an die emaillierten Zifferblätter vieler Uhren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Wer sich eines der wenige Exemplare sichern konnte, wird damit an jeder renommierten Rennbahn der Welt die Blicke auf sich ziehen, sei es nun beim Jumping Nations Cup in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei den Masters of Hongkong oder bei irgendeinem anderen Event von Rang in der Equestrian World.

Für alle anderen bleibt immerhin noch die reichliche Auswahl der übrigen Modelle in der Kollektion Longines Equestrian, die sowohl elegante und romantische als auch betont sportliche Exemplare umfasst.

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