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Junghans Max Bill Mega

« Intelligentes Funkwerk für Bauhaus-Uhr »

Max Bill – seit Generationen steht der Name bei der deutschen Uhrenmanufaktur Junghans für einen unverkennbaren Stil, gezeichnet von Simplizität und Zeitlosigkeit. Was viele nicht wissen: Die Marke gilt zudem als Pionier im Bereich der Funkuhren und präsentierte 1990 die weltweit erste funkgesteuerte Armbanduhr. Vereint man traditionelles Uhrenhandwerk aus Schramberg mit dem legendären Bauhausstil und der Präzision des 21. Jahrhunderts, steht als Ergebnis die intelligente Junghans Max Bill Mega.

Technik, die beeindruckt: von „Intelligent Time Correction“ bis „Smart Hand Motion“

Ein Blick auf das Datenblatt der Funkuhr verrät, dass ihre Performance in jeder Hinsicht bemerkenswert ist. Denn das J101.65, so heißt das verbaute Funkwerk, stellt einen ewigen Kalender bis zum Jahr 2400 bereit – auch ohne Funkempfang. Selbst bei Weitergabe über mehrere Generationen sollten also keine Sorgen bezüglich der Genauigkeit des Zeitanzeigers aufkommen. Darüber hinaus verfügt er über einen automatischen Sendesuchlauf sowie ein System, das sich „Intelligent Time Correction“ nennt: Es überprüft 1.440 Mal täglich die Position des Sekundenzeigers – für die Mega kommen einige Sekunden Ungenauigkeit, wie sie selbst bei sehr renommierten Automatikuhren üblich sind, nicht infrage.

Damit ist das Feuerwerk technischer Innovationen aber noch lange nicht vorüber: Während „Smart Hand Motion“ für eine präzise Sekundenanzeige in Halbsekundenschritten sorgt, ermöglicht die „Advanced Moving Function“ den exakten Sprung von Minute und Datum. Damit sind wahrhaftige Prozesse der Umstellung, die sich bei mechanischen Uhrwerken häufig über Stunden erstrecken, Geschichte. Problemlos hält die Max Bill Funk auch im Zeitalter der Digitalisierung Schritt, denn ab Oktober 2018 kann zudem mithilfe der MEGA App des Herstellers eine Synchronisation mit iOS- und Android-Geräten vorgenommen werden.

Traditionelle Wurzeln beibehalten

Im Hinblick auf die Vielzahl an Funktionen und deren Bezeichnungen, die man eher ins Silicon Valley verorten würde, stellt sich bei der Junghans Max Bill Mega eine wichtige Frage – wie viel ist vom traditionellen Uhrenbauer aus dem Schwarzwald noch übrig geblieben? Man wird schnell feststellen: Eine ganze Menge. Denn sowohl die Optik, maßgeblich beeinflusst vom Schweizer Künstler Max Bill, als auch die Bedienung der Uhr lassen nichts vom innovativen Innenleben erkennen. Statt eines Touchscreens bekommt man eine klassische Krone zur Zeitumstellung – die Kollektion gibt sich traditionell und fühlt sich auch so an.

Fans der Funk-Technologie könnten bei keiner Marke besser aufgehoben sein als bei Junghans: 1986 präsentierte sie eine der ersten kommerziellen Funkuhren überhaupt. Zwar handelte es sich dabei noch um eine Tischuhr, aber nur vier Jahre später folgte die MEGA 1 und brachte die Technik ans Armgelenk der Käufer. Weitere Sprünge ließen nicht lange auf sich warten: Die „Solar Ceramic“ von 1995 kombinierte Funk- mit Solartechnik und einem leichten Keramikgehäuse. Sie legte den Grundstein für moderne Versionen, wie die aktuelle Sonnenfunkuhren der Junghans Kollektion Milano.

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2004 folgte mit der ersten Multifrequenz-Armbanduhr eine Steigerung der Präzision, Zeitsignale von sämtlichen Sendern weltweit können seitdem empfangen werden. Kurzum: Die neue Junghans Max Bill steht am Ende einer beachtlichen Entwicklung und es ist nur eine Frage der Zeit, bis neue Innovationen aus Schramberg auf der Bildfläche erscheinen.

Die Kollektion – vielseitig und vertraut

Wie ihre Schwestermodelle mit Automatik- oder Quarzwerk, steht die Funkuhr in verschiedenen Designs zur Wahl. Konsequent minimalistisch gehalten, ist ihr Stil seit 1961 beinahe unverändert – in Sachen Zeitlosigkeit lässt sich die Max Bill so schnell nichts vormachen. Man wählt zwischen modern gehaltenen, mit arabischen Ziffern versehenen Modellen und etwas klassischer orientieren Varianten mit Strichen. Einen beträchtlichen Vorteil des simplen Zifferblatts, dessen dünne Umrandung von vorne kaum erkennbar ist, stellt die Vereinbarkeit mit einer Vielzahl von Armbändern dar: Egal ob traditionelles Leder oder modernes Milanaiseband, die Mega Smartwatch macht immer eine gute Figur.

Charakteristisches Merkmal der Funkuhren ist eine Abbildung der Weltkarte auf dem Gehäuseboden: Sie zeigt die bedeutendsten Langwellensender weltweit, die für die Versorgung der Zeitanzeiger mit genauer Uhrzeit zuständig sind – in Westeuropa ist dies beispielsweise der DCF77 nahe Frankfurt am Main. Preislich bewegt sich die funkgetriebene Mega auf einem ähnlichen Niveau wie das Automatikmodell des Klassikers – zwar ist ein spürbarer Aufschlag gegenüber der Quarz-Variante fällig, jedoch bewegt man sich überwiegend noch im dreistelligen Bereich. In Anbetracht der bekannten „Made in Germany“-Qualität der Marke sowie einer hervorragenden Reputation kann von Überteuerung also keine Rede sein.

Wer sollte sich für die Funkuhr entscheiden?

Die Traditionsmarke macht es potenziellen Käufern gar nicht so leicht, schließlich existiert ein regelrechtes Portfolio des Klassikers im Bauhausstil. Zudem bewegen sich Automatik- und Funkmodelle auf einem vergleichbaren Preisniveau – sollte man sich da nicht lieber für die mechanische Variante entscheiden, die über ein „richtiges“ Uhrwerk verfügt? Wie so oft, ist es eine Frage der eigenen Präferenzen.

Wer grundsätzlich nur mechanische Zeitanzeiger in Betracht zieht, wird sich trotz aller Argumente nicht von der Mega Smartwatch überzeugen lassen. Wer aber ein Maximum an Präzision verlangt, hat beinahe keine andere Wahl als die Max Bill Funk:

Ihr Funktionsumfang, von intelligenter Zeitkorrektur bis hin zur Smartphone-Synchronisation, gibt ihr technisch einen beträchtlichen Vorsprung gegenüber allen anderen Ausführungen.

Beinahe noch wichtiger ist, dass sie ihren Charakter als klassische Uhr im Bauhausstil nicht aufgegeben, sondern kompromisslos beibehalten hat. Das macht das neue Junghans Mega Modell zu einem faszinierenden Stück Technik im traditionellen Kleid – der Spagat ist mehr als gelungen.

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