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Heuer Globetrotter

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Der Schweizer Uhrenhersteller Tag Heuer ging aus einem Familienunternehmen hervor, das 1860 von Edouard Heuer in Saint-Imier gegründet worden war. Somit blickt das seit 1999 zum französischen Luxusgüterkonzern Moët Hennessy Louis Vuitton S. A. (LVMH) gehörende Unternehmen aus La Chaux-de-Fonds bereits auf eine mehr als anderthalb Jahrhunderte umfassende Geschichte zurück. Diese wurde im September 2017 durch ein im wahrsten Sinne des Wortes globales Ausstellungsprojekt gefeiert, welches wir in diesem Beitrag vorstellen möchten.

Eine Zeitreise der besonderen Art

Unter dem Motto „TRAVEL THROUGH TIME – HEUER GLOBETROTTER“ plante die traditionsreiche Firma zum ersten Mal, weltweit in zehn verschiedenen Städten gleichzeitig insgesamt 400 Uhren aus ganz unterschiedlichen Epochen der Unternehmensgeschichte auszustellen – und dies 15 Tage lang. Umgesetzt wurde die Idee dann tatsächlich in der Zeit vom 15. bis zum 30. September 2017, in neun verschiedenen Städten. Als Ausstellungsorte dienten dabei jeweils die Tag Heuer Boutiquen vor Ort. Als zehnter Standort war Miami vorgesehen, doch wegen des Hurrikans „Irma“ und der dadurch in Florida verursachten Schäden wurde die dortige Ausstellung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Für jeden der zehn Ausstellungsorte der Aktion Heuer Globetrotter hatten die Organisatoren ein bestimmtes Thema gewählt. So standen in Paris klassische Modelle im Fokus, in Genf dagegen Heuers wichtigste technische Innovationen.

Vintage Modelle für Autos und zur Zeitmessung im Motorsport waren in Venedig zu sehen, während die Formel 1 das zentrale Thema der Uhren-Ausstellung in Singapur war.

Uhren für Segler und Taucher wurden in Dubai gezeigt, und in Sydney konzentrierten sich die Ausstellungsmacher auf Masterpieces für diverse andere Sportarten.

Wer sich über den Wandel des Designs der Heuerschen Uhren im Laufe der Jahre und Jahrzehnte informieren wollte, hatte in Tokio die Gelegenheit dazu. Die in Hong Kong präsentierte Schau widmete sich Masterpieces für Autos und deren Fahrer. In Deutschland war die Münchener Boutique zum Ausstellungsort erkoren worden und zeigte Militäruhren, die zu verschiedenen Zeiten in Heuers Werkstätten hergestellt worden waren. Dazu gehörten selbstverständlich die ebenso robusten wie präzisen Fliegerchronographen, die einst für die Piloten der Bundeswehr entwickelt und von diesen jahrelang als Dienstuhr getragen worden waren.

Heuer Globetrotter – ein Projekt in Kooperation mit zahlreichen Sammlern

Bemerkenswert ist die Provenienz der Ausstellungsstücke. Nur bei einem Teil handelte es sich um Vintage-Uhren aus den Beständen des firmeneigenen Museums. Den Rest hatten private Sammler aus aller Welt eigens für die Uhren-Ausstellung Heuer Globetrotter zur Verfügung gestellt. So kam eine beeindruckende Sammlung von 400 verschiedenen Modellen zustande, darunter viele einzigartige Exemplare. Die verschiedenen Themenschwerpunkten gewidmeten Globetrotter-Präsentationen beleuchteten die Firmengeschichte und einige charakteristische Innovationen der Heuerschen Uhrenwerkstätten aus unterschiedlichen Perspektiven. Insbesondere bei der Entwicklung von Chronographen für den Sport, aber auch für wissenschaftliche Zwecke, haben die Nachfolger Edouard Heuers mit ihren kreativen technischen Neuerungen gleich mehrmals Maßstäbe für die gesamte Uhrenbranche gesetzt. So umfasste die Heuer-Globetrotter-Ausstellung auch keineswegs nur Armbanduhren, sondern ebenso verschiedene Taschenuhren, Bordzähler und ähnliche Instrumente.

Pflege des Erbes

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Uhren-Ausstellung an unterschiedlichen Standorten hatte der CEO des Unternehmens, Jean-Claude Biver, schon im Jahr 2015 zum ersten Mal vorgeschlagen. Die Pflege des bedeutenden technikgeschichtlichen und kulturellen Erbes von Tag Heuer ist ihm ein besonderes persönliches Anliegen, ist er doch dank seiner engen Beziehungen zu Jack W. Heuer auch selbst eng mit der Unternehmensgeschichte verbunden. Der Urenkel von Firmengründer Edouard hatte das Unternehmen in den Jahren von 1958 bis 1982 geführt, die nicht zuletzt durch die Quarzkrise der 1970er Jahre mit besonderen Herausforderungen verbunden gewesen waren. Heute, mit weit über 80 Jahren, repräsentiert die traditionsreiche Firma Biver nach wie vor als Ehrenpräsident.

Tag Heuer Carrera Calibre HEUER 02 T Automatik Chronograph 45mm

Ikonen der Uhrengeschichte – hautnah zu erleben

Zahlreiche Besucher nutzten die Chance, um berühmte Modelle aus verschiedenen Produktlinien der Heuerschen Manufaktur im Rahmen des Globetrotter-Projekts einmal aus nächster Nähe betrachten zu können. Ein Beispiel dafür ist etwa die Monaco Calibre 11, die sich dank ihrem funktionalen, quadratischen Design tief in das kollektive Gedächtnis von Uhrenliebhabern aus aller Welt eingebrannt und längst ihren Platz in der Designgeschichte gefunden hat. Auch spektakuläre Partnerschaften wie die zwischen Tag Hauer und der Formel-1-Legende Ayrton Senna gehören zu den Themen, die im Rahmen der Ausstellung anklangen.

Ein Highlight in Sydney war die Ring Master aus dem Jahr 1957, die mit einer austauschbaren und – je nach Sportart – in verschiedenen farbiger Lünette ausgestattet war. Die Erinnerung an dieses faszinierende Uhrenmodell hatte der Hersteller bereits 2016 mit der Muhammad Ali Special Edition aufgefrischt. Weitere prominente Exponate waren Vintage-Masterpieces der Serien Autavia und Carrera sowie legendäre Bordinstrumente etwa in Form der Rallye-Master.

Ein kleiner Trost für alle, die die „Heuer Globetrotter“ verpasst haben

All jenen, die keine Gelegenheit hatten, sich die Uhren-Ausstellung Heuer Globetrotter anzusehen, sei als Trost ein Besuch im firmeneigenen Museum in La Chaux-de-Fonds empfohlen. Dort sind immerhin einige der 400 „Globetrotter“ dauerhaft zu sehen, während die von privaten Leihgebern zur Verfügung gestellten Exponate inzwischen wieder in deren Sammlungen zurückgekehrt sind.

Das Museum mit dem programmatischen Namen Tag Heuer 360, das sich in der Rue Louis-Joseph Chevrolet 6A befindet, vermittelt einen Rundum-Überblick über alle Epochen der Unternehmensgeschichte seit der Gründung im 19. Jahrhundert. Neben Luxusuhren unterschiedlicher Art werden dort ebenfalls zahlreiche interessante Dokumente gezeigt, die von der Familie des Firmengründers im Laufe vieler Jahrzehnte akribisch gesammelt und archiviert worden sind.

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