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Die fünf beliebtesten Uhren der Welt

Ikonische Designs, bahnbrechende Fortschritte und funktionale Höchstleistungen: Es gibt Uhren, deren Bedeutung weit über die Definition eines gelungenen Zeitanzeigers hinausgeht. Im Laufe ihrer Geschichte formten sie Träume, begleiteten abertausende Träger durch ihre Lebensgeschichten und veränderten das Bild der Horologie nachhaltig. Wir haben uns gefragt: Welche sind die fünf beliebtesten Uhren der Welt? Seien Sie gespannt und freuen Sie sich auf fünf Erfolgsstorys der besonderen Art.

Seiko 5: Das Automatikwerk wird massentauglich

Der Name unseres ersten Kandidaten könnte nicht besser in eine Top 5 passen. Erstmals im Jahr 1963 als erschwingliche Sportuhr präsentiert, leitet der japanische Klassiker seine Bezeichnung von fünf verpflichtenden Schlüsselattributen ab. Mit Erfolg: Bis heute verfügt jede Seiko 5 über eine Day-Date-Komplikation, wird automatisch aufgezogen, besitzt ein strapazierfähiges Gehäuse mitsamt Gliederband und punktet durch eine geschützte Krone. Ein Rezept, das im Laufe der letzten Jahrzehnte einen beispiellosen Siegeszug durch die Horologie feierte – hunderte verschiedene Designs und Millionen Verkäufe sprechen für sich.

Als wohl größte Leistung der kleinen Seiko sticht ihre mechanische Botschaft hervor: Keine andere Uhr ermöglichte bisher so vielen Menschen einen erschwinglichen Einstieg in die Welt der traditionellen Zeitanzeiger. Einige der renommiertesten Sammlungen weltweit begannen einst mit jenem Asiaten, der die Faszination Horologie im unteren dreistelligen Preisbereich greifbar macht. Keine Frage: Ohne die Seiko 5 können die fünf beliebtesten Uhren der Welt nicht vollständig sein.

Omega Seamaster: Pionier der Taucheruhren

Szenenwechsel: Von Japan in die Schweiz, von der Luft ins Wasser. Was die Omega Seamaster jedoch seit ihrer Erstvorstellung 1948 mit der Seiko 5 teilt, ist ihr wirtschaftlicher Erfolg. Als elegante Taucheruhr konzipiert, sieht man der ersten Generation des Klassikers seine Robustheit gar nicht an.

Omega Seamaster 300 in der Version 233-93-41-21-03-001

Das sollte sich spätestens 1957 ändern, als die Seamaster 300 eine damals revolutionäre Wassertiefe von 300 Metern erreicht – und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 200 Meter messbar sind. Es folgt eine unvergleichliche Reihe nautischer Rekorde: So erreicht die Seamaster Ploprof im Jahr 1970 sagenhafte 600 Meter, was nur ein Jahr später von der ersten Professional mit einer Tauchtiefe von 1.000 Metern übertroffen wird.

Omega Seamaster Ploprof 1200 M Co-Axial Master Chronometer 55x48mm in der Version 227-60-55-21-03-001

Seit 1995 durch ihre mehrfachen James-Bond-Auftritte auch außerhalb der Uhrenwelt berühmt, setzt die Seamaster ihre innovative Ausrichtung im 21. Jahrhundert ungebremst fort: Während die Ploprof 1200 im Jahr 2009 auf ganze 1,2 Kilometer abtaucht, verfügt die Aqua Terra ab 2013 über einen wirksamen Magnetschutz. Ein verdienter Platz in unserem Ranking.

Breitling Navitimer: Der Fliegerchronograph schlechthin

Von dunklen Tiefen in luftige Höhen: Mit der Breitling Navitimer werden die fünf beliebtesten Uhren der Welt um das berühmteste Pilotenmodell aller Zeiten ergänzt. 1952 als Nachfolger der Chronomat lanciert, ist die erste Referenz 806 mit ihrem Rechenschieber voll auf die Bedürfnisse des Cockpits ausgerichtet und ermöglicht eine Vielzahl hilfreicher Berechnungen.

Breitling Navitimer 1 Automatic 38 in der Version U17325211G1P2

Bis heute legendär und erst kürzlich als „1959 Re-Edition“ erschienen, bekommt sie 1962 mit der Cosmonaute einen ebenso berühmten Zuwachs – ihre 24-Stunden-Anzeige sollte dem Astronauten Scott Carpenter bei seiner Erdumkreisung an Bord der Kapsel Aurora 7 dienen.

Breitling Navitimer 8 Automatic 41 Black Steel in der Version M17314101B1X1

Besonders auffällig ist 1969 die Chronomatic, wegen ihrer eigenwilligen Gehäuseform liebevoll „Spiegelei“ genannt. Es folgt die dunkle Phase der Quarzkrise, doch ab den Neunzigern ist die Navitimer wieder auf Erfolgskurs. Im Jahr 2009 erstmals mit dem Manufakturkaliber B01 präsentiert, erhält sie 2018 eine gründliche Neugestaltung als Navitimer 8. Aber keine Sorge: Wer die ursprüngliche Fliegeruhr bevorzugt, greift heute zu einer der vielzähligen Navitimer 1 Editionen.

Rolex Datejust: Perfekte Alltagsuhr seit 1945

Lässt man ein Kind eine Armbanduhr zeichnen, dürfte das Ergebnis nicht sehr weit von einer Rolex Datejust entfernt sein: Seit der Einführung der charakteristischen Zyklop-Lupe über dem Datumsfenster im Jahr 1954 nahezu unverändert, gilt sie als zeitloses Idealbild eines eleganten Zeitanzeigers. Ihre Geschichte geht bis 1945 zurück, als Rolex-Gründer Hans Wilsdorf eine Weiterentwicklung der wasserdichten Oyster mit integriertem Datum vorstellt – der Beginn einer sagenhaften Erfolgsgeschichte.

Rolex Oyster Datejust 41 in der Version M126303-0020 LC EU

Obwohl sie im Laufe ihrer Historie mehrfach verbessert wird – so kam 1972 der Sekundenstopp und erst 1977 eine Schnellkorrektur des Datums hinzu – bleibt die Größe von 36 Millimetern bis zur Präsentation der 41 Millimeter großen Datejust II im Jahr 2012 alternativlos. Heute ist die Vielfalt des Klassikers genauso groß wie seine Nachfrage, die durch die feminine Lady Datejust weiter beflügelt wird. Die fünf beliebtesten Uhren der Welt ohne eine Datejust? Nicht bei uns.

Patek Philippe Nautilus: Zwölf Jahre warten für eine Legende

Zugegeben, das letzte Mitglied unserer Top 5 zählt sicherlich nicht zu den meistverkauften Zeitanzeigern der Welt. Kein Wunder, denn die Preise der Patek Philippe Nautilus beginnen erst im weit fünfstelligen Bereich. Ihre Beliebtheit ist jedoch unumstritten: So müssen Kunden der populären Referenz 5711 zwischen acht und zwölf Jahre auf ihr Meisterstück warten – ein Rekordwert.

Bei der Präsentation der ersten Nautilus 1976 – eine Reaktion auf die 1972 lancierte Audemars Piguet Royal Oak – wäre eine solche Nachfrage unvorstellbar gewesen. Ganz im Gegenteil: Kaum jemand interessierte sich für das sportliche Nischenprodukt im High-End-Segment. Erst Jahre später sollte das markante Bullaugen Design, bei dem sich Royal Oak-Designer Gerald Genta von Jules Vernes Roman „Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer“ inspirieren ließ, zu seiner heutigen Popularität gelangen. Übrigens lieferte Kapitän Nemos Unterseeboot Nautilus auch die Namensvorlage für den Schweizer Zeitanzeiger.

Viel wichtiger als die Bezeichnung sind jedoch die Werte der Patek Philippe Uhr: Höchste Handwerkskunst, Manufakturkaliber und der wohl prestigeträchtigste Name der Uhrenindustrie verleihen der Nautilus einen majestätischen Status. Eine bessere Abrundung für die fünf beliebtesten Uhren der Welt könnte es nicht geben.

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