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Die First OMEGA Wrist-Chronograph Limited Edition

« Echte Retro-Uhr der Superlative »

Retro-Uhren erfreuen sich aktuell besonders großer Beliebtheit, und viele Luxusuhrenhersteller führen entsprechende Modelle oder ganze Retro-Kollektionen in ihrem Sortiment. Eine ganz besonders exklusive Retro-Uhr hat Omega kürzlich auf den Markt gebracht. Denn während „Retro“ bei anderen Modellen meist bedeutet, dass sich lediglich das Design der Uhren an den Stil früherer Jahrzehnte oder an bestimmte ältere Uhrenmodelle anlehnt, kommen in der First OMEGA Wrist-Chronograph mehr als 100 Jahre alte Uhrwerke zum Einsatz. Dass es sich um eine Limited Edition handelt, ist in diesem Fall keine willkürliche Marketing-Entscheidung, sondern allein schon durch die begrenzte Verfügbarkeit der historischen Kaliber bedingt. In diesem Beitrag stellen wir unseren Leserinnen und Lesern Omegas Retro-Uhr der Superlative im Detail vor.

Omega Aqua Terra 150 M Day-Date Omega Aqua Terra 150 M Day-Date

Ein mutiger und prestigeträchtiger Schritt

Als Omegas Präsident und CEO Raynald Aeschlimann am 2. Juli 2018 in Biel die neue First OMEGA Wrist-Chronograph Limited Edition vorstellte, war das für die Uhren-Welt ein bemerkenswerter Tag. Nicht zufällig hatte man zu diesem Event ins firmeneigene Museum geladen, denn die neue Uhr hat zu der dort dargestellten Marken- und Unternehmensgeschichte einen ganz besonderen Bezug: Die Werke, die in den Gehäusen dieser limitierten Sonderauflage arbeiten, sind bereits 105 Jahre alt. Aeschlimann sagte in seiner Ansprache, in seiner gesamten Tätigkeit für Omega habe er bislang kein vergleichbares Projekt gesehen. Mit der „First“ ist der renommierten Schweizer Marke ein brillanter Coup gelungen. Das Design der First Omega lehnt sich eng an das von Uhren aus dem zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts an – jenen Jahren, in denen die Armbanduhren die bis dahin vorherrschenden Taschenuhren immer weiter verdrängten. Das ist an und für sich nicht spektakulär, denn Retro-Uhren im Stil von Militär- und Fliegeruhren aus der Zeit des ersten Weltkrieges sind in den vergangenen Jahren immer wieder von verschiedenen Herstellern auf den Markt gebracht worden. Im Inneren dieser Uhren arbeiten jedoch in der Regel modernste Kaliber der jeweiligen Marken. Mehr als 100 Jahre alte Uhrwerke für eine limitierte Sonderauflage zu neuem Leben zu erwecken, hatte dagegen noch kein anderer Hersteller gewagt. Für Omegas Uhrmacher und Ingenieure ist dies nicht nur ein mutiger, sondern zugleich auch ein äußerst prestigeträchtiger Schritt.

Omega De Ville Co-Axial Chronograph Omega De Ville Hour Vision Annual Calendar Modell Nr.: 431.10.41.22.02.001 Omega De Ville Co-Axial Chronoscope

Überzeugender Beleg für die Erfüllung höchster Qualitätsansprüche

Immerhin hatten ihre Vorgänger den letzten Buchtstaben des griechischen Alphabets, den sie im Jahr 1894 erstmalig als Bezeichnung für eine Taschenuhr verwendeten, ganz bewusst gewählt. Er steht seit alters her als Symbol für höchste Vollendung. Schon in der Offenbarung des Johannes bezeichnet sich der erhöhte Christus als Alpha und Omega, als Anfang und Ende. Entsprechende Symbole finden sich bis heute auf den Osterkerzen. Omegas Uhrmacher hatten mit der Wahl dieses Symbols zum Ausdruck bringen wollen, dass die wegen ihrer hohen Qualität in der zeitgenössischen Fachwelt anerkannte Uhr praktisch kaum noch zu verbessern sei. Der daraus abgeleitete hohe Anspruch an die Qualität der eigenen Produkte wurde später von diesem Modell auf die gesamte Marke übertragen. Und wie ließe sich diese Qualität besser belegen als durch die Tatsache, dass Omegas Uhrwerke selbst nach mehr als einem Jahrhundert noch zuverlässig ihren Dienst verrichten?

Omega De Ville Ladymatic

Altes Kaliber, traditionelles Design: die Vintage-Uhr unter den Retro-Uhren

Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich eine Untertreibung, die „First“ als Retro-Uhr zu bezeichnen. Sachgerecht wäre es vielmehr, von einer Vintage-Uhr im Retro-Gehäuse zu sprechen. Die spektakuläre Uhr wird insgesamt lediglich in 18 Exemplaren gefertigt. Größere Produktionsmengen wären allein schon deshalb nicht möglich, weil die in der „First“ verbauten originalen Werke des Kalibers 18“‘ CHRO, die 1913 hergestellt wurden und aus dem Fundus von Omegas Museum stammen, nur noch in sehr begrenzten Stückzahlen vorhanden sind. Jedes einzelne von ihnen wurde im Laufe von hunderten Arbeitsstunden mit enormem Aufwand im Tourbillon-Atelier der Uhrenmanufaktur restauriert und so auf sein „zweites Leben“ vorbereitet. Wo dies erforderlich war, wurden im Zuge der Restaurierung einzelne Komponenten neu gefertigt. Zudem passten die Uhrmacher die für die Chronographenfunktion notwendigen Bauteile an und versahen die Werke mit Verzierungen. Bei dem 18“‘ CHRO handelt es sich übrigens nicht um ein beliebiges altes Kaliber, das zufällig noch in einigen Exemplaren verfügbar war. Vielmehr hat dieses Werk am Vorabend des Ersten Weltkrieges tatsächlich Uhrengeschichte geschrieben. Damals hatte die Bieler Manufaktur zu den ersten Herstellern gehört, die Armbandchronographen anboten, und diese waren mit dem Kaliber 18“‘ CHRO ausgestattet gewesen.

Omega Speedmaster Moonwatch "First Omega in Space"

Gehäuse, Zifferblatt und Armband: die First Omega im Detail

Die aktuelle Sonderedition verwendet nicht nur die Werke der Chronographen von 1913, sondern orientiert sich auch an deren Design und an der Größe ihrer Gehäuse. Letztere liegt bei stattlichen 47,5 Millimetern, was in Verbindung mit den großen arabischen Ziffern auf dem Emailzifferblatt für eine hervorragende Ablesbarkeit sorgt. Diese verhalf – zusammen mit der praktischen Befestigung am Handgelenkt – den Armbanduhren und -chronographen zunächst im militärischen Bereich zum Durchbruch, bevor sie sich nach dem Ersten Weltkrieg auch im zivilen Leben immer mehr etablierten und Taschenuhren zunehmende weniger in Gebrauch waren. Natürlich wäre es schade, ein so bemerkenswertes altes Kaliber hinter einem geschlossenen Gehäuseboden zu verbergen. Deshalb lässt sich dieser bei der „First“ per Knopfdruck öffnen und gibt dann den Blick auf das hinter schützendem Saphirglas arbeitende Uhrwerk frei. Ein heute selten gewordenes, für Fliegeruhren der 1910er Jahre jedoch typisches Detail ist der 15-Minutenzähler, der im Falle der „First“ bei der Drei platziert wurde. Mit Ausnahme desjenigen für die Stoppsekunde sind die im Empire-Stil gestalteten Zeiger gebläut. Das Gehäuse der exklusiven Sonderedition ist aus Weißgold gefertigt, während die Krone und Drücker bei der Sechs aus Omegas Sedna-Gold, einer 18-karätigen Roségold-Legierung, bestehen. Stilecht abgerundet wird das Erscheinungsbild der Vintage-Uhr durch ein genietetes Lederarmband.

Omega Moonwatch Chronograph 39,7mm

Exklusive Uhrenbox mit stilvollem Zubehör

Die Uhren, die als Vorbilder für die First OMEGA Wrist-Chronograph Limited Edition dienten und deren Werke hier zu neuem Leben erweckt wurden, waren wegen ihrer guten Ablesbarkeit und ihrer Zuverlässigkeit vor allem bei Piloten beliebt. Größere Stückzahlen wurden beispielsweise an das britische Royal Flying Corps geliefert, und einige seiner bekanntesten Militärpiloten haben sie im Einsatz getragen. Dass Omegas Sonderedition im oberen Preissegment angesiedelt ist, überrascht angesichts des reichlich verwendeten Goldes und der kostbaren und geschichtsträchtigen Komponenten in ihrem Inneren nicht. Als unverbindliche Preisempfehlung nennt der Hersteller immerhin einen sechsstelligen Franken-Betrag. Dennoch ist es gut möglich, dass die Nachfrage nach diesen Retro-Uhren der Superlative das Angebot deutlich übersteigen wird. Wer sich eines der 18 Exemplare sichern konnte, erhält zu seiner Uhr eine in Handarbeit hergestellte Box aus Leder. Diese enthält neben einem Exemplar der First Omega Wrist-Chronograph Limited Edition noch zwei zusätzliche Armbänder aus Leder, ein Werkzeug zum Wechseln des Armbandes, einen speziellen Aufbewahrungsbeutel für Reisen sowie eine Lupe. Selbst wenn nur sehr wenige Uhrenfans die First Omega jemals im Original zu Gesicht bekommen werden, dürfte sie für das Renommee der Marke eine kaum zu überschätzende Bedeutung besitzen. Denn welcher andere Uhrenhersteller kann schon von sich behaupten, seine Uhrwerke nach mehr als 100 Jahren erfolgreich wiederverwendet zu haben?