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Cocktailuhren

« Neue Klassiker für elegante Damen »

Kleine Divas mit großer Ausstrahlung: Cocktailuhren sind die verspielten Models der Uhrenwelt und räumen ihrer Ästhetik oberste Priorität ein. Wo funktionale Gesichtspunkte in den Hintergrund rücken, formen Kreativität und glamouröse Details eine faszinierende Begleiterin für edle Anlässe. Was die Cocktailuhr auszeichnet und welche sechs Modelle Sie unbedingt kennen müssen, verrät unser Magazin heute.

Getarnt als Armband: Glamouröser Schmuck mit Zeitanzeige

Ihre Geburtsstunde feiern Cocktailuhren an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, als die Taschenuhr vor allem in gehobenen Kreisen durch die Armbanduhr ersetzt wird. Bei Männern, wohlgemerkt. Für zivilisierte Frauen hingegen gilt es in der Ära des Kaiserreichs als unweiblich, die Zeit zu checken. Richtet sich der Blick einer Lady während des Gesprächs aufs Handgelenk, wird dies gar als schwerer Fauxpas gewertet. Man hält es schlichtweg für unnötig, dass sich Frauen überhaupt mit Zeit, Terminen und Verabredungen beschäftigen, weil die Dame im damaligen Gesellschaftsbild vornehmlich als „lady of leisure“, eine Müßiggängerin ohne Karriere-Ambitionen, betrachtet wird.

Zur Änderung dieses Zustands entwickelt Tiffany & Co. die erste Cocktailuhr: Als subtile Möglichkeit für Frauen konzipiert, um die Zeit im Blick zu behalten, zeichnen sich die frühen Modelle durch eine tendenziell schlichte, elegante Optik aus und rücken ein bestimmtes Detail in den Hintergrund: Ihr winziges Zifferblatt, das die Uhren auf den ersten Blick wie schmuckvolle Armreife erscheinen lässt. Ganz schön clever.

Junge, modische Frau mit Armbanduhr
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Zudem erfüllen sie die Funktion als Statussymbole in der High Society, was sich jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg ändert: Mit der steigenden Massenfertigung werden Cocktailuhren der breiten Masse zugänglich und kennen keine gestalterischen Limits.

Hamilton American Classic Lady Hamilton Vintage Quartz in der Version H31241113

Damenuhren erschaffen für glanzvolle Momente

Die meisten Cocktailuhren für Damen folgen einem glamourösen Design, was sie für den Einsatz auf feinen Dinners, eleganten Meetings und anderen feinen Anlässen prädestiniert. Römische Ziffern, Brillanten und aufwendig gestaltete Massivbänder sind typische Charakterzüge, doch der Freiheit in puncto Materialien und Stilen sind keine Grenzen gesetzt. Besonders interessant sind Cocktailuhren für Ladys mit zarten Handgelenken, weil niedliche Dimensionen ein weitverbreitetes Merkmal der Mini-Uhrengattung darstellen. Während Editionen wie die Lady Hamilton Vintage Quartz stark vom Mainstream abweichen und eine gefühlte Zeitreise ins späte 19. Jahrhundert unternehmen, zeichnen sich andere Modelle wie die Tissot T-Lady Bellissima Small durch modernere Uhrenformen aus. Ihre Formgebung erinnert an keinen Armreif, sondern ist sofort als Armbanduhr zu erkennen.

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Hamilton American Classic Lady Hamilton Vintage Quartz

Das Paradebeispiel für verspielte Cocktailuhren stammt aus dem Hause Hamiltons: Die American Classic Lady Hamilton Vintage Quartz (Ref. H31271113) legt sich mit niedlichen 15 x 19 Millimetern ans Handgelenk und verkörpert die traditionelle Cocktailuhren-DNA in Perfektion. Neben der liebevollen Dekoration des Edelstahlgehäuses und dem süßen Zifferblatt, das trotz minimaler Dimensionen alle zwölf Ziffern in gut lesbarer, arabischer Schriftart zeigt, markiert vor allem das schlanke Kettenarmband eine Besonderheit des Modells. Exklusive Details dürfen nicht fehlen: Der Glanz des Edelstahls wird durch ein edles Schimmern des Perlmutt-Zifferblatts ausbalanciert, während Saphirglas für kratzfeste Robustheit sorgt.

Hamilton American Classic Lady Hamilton Vintage Quartz in der Version H31271113

Tissot T-Lady Bellissima Small

Wer klassische Uhrenlinien bevorzugt, sollte bei der Swatch-Konzernschwester Tissot vorbeischauen und die T-Lady Bellissima Small (Ref. T126.010.11.013.00) ins Visier nehmen. Auf 26 Millimetern Durchmesser vereint sie traditionelle Schönheit mit Swiss-Made-Qualität und einem beachtlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Look des Quarzmodells könnte nicht stimmiger sein: So schafft ein rundes Edelstahlgehäuse mit passendem Massivband den vornehmen Rahmen für ein weißes, mit römischen Ziffern und Dauphine-Zeigern besetztes Zifferblatt. Lesbarkeit? Spitzenklasse. Im Gegensatz zu puristischeren Cocktailuhren punktet die Tissot mit grandiosen Allrounder-Qualitäten: Feine Anlässe stehen der zeitlosen, Saphirglas-besetzten Begleiterin in gleichem Maße wie der alltägliche Einsatz.

Tissot T-Lady Bellissima Small Lady in der Version T126.010.11.013.00

Chanel Premiere

In der Luxusklasse könnte der Ursprungsgedanke einer Cocktailuhr nicht authentischer repräsentiert werden als von der Chanel Premiere (Ref. H3254). Das Design der 20 x 28 Millimeter schlanken Diva ist einmalig: Während das achteckige Gehäuse vom Pariser Place Vendôme inspiriert ist und gleichzeitig an den Flakon-Verschluss des legendären Parfüms Chanel N°5 erinnert, setzt das geometrische Zifferblatt auf pure Simplizität.

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Nur zwei weiße Zeiger und der prominente Markenschriftzug durchbrechen den Ozean der Schwärze, um welchen sich eine prunkvolle Diamantlünette schmiegt. Einen zusätzlichen Hingucker stellt das massive Kettenarmband dar, das der Premiere ihren Spagat zwischen Zeitanzeiger und exklusivem Armreif verleiht. Keine Zweifel: Die Chanel Premiere Kollektion entspricht dem glamourösen Luxus-Charakter der weltweit ersten Cocktailuhren zu einhundert Prozent.

Chanel Premiere in der Version H2132 Chanel Premiere in der Version H2163

Longines DolceVita Ladies

Dass neben verspielten Ketten auch fließende Gehäuse-Armband-Kombinationen zu beeindruckenden Cocktailuhren führen, beweist die Longines DolceVita Ladies (Ref. L5.255.4.87.6): Wie ein Armreif legt sich die Schweizer Schönheit ums weibliche Handgelenk und bewahrt dabei alle Manieren klassischer Eleganz. Während die Zeitanzeige des 20,8 x 32 Millimeter großen Modells auf einem Perlmutt-Zifferblatt mit funkelnden Diamant-Indizes erfolgt, punktet das Massivband mit seiner raffinierten Mischung aus satiniertem und poliertem Edelstahl. Den Flair vergangener Tage verkörpert die kleine Sekunde, die wie jede Cocktailuhr unseres Beitrags von einem platzsparenden Quarzwerk angetrieben wird.

Longines Dolce Vita Ladies in der Version L5.255.4.87.6

Rado Integral Quarz

Besonders futuristisch betritt Keramik-Experte Rado die Liga der Cocktailuhren: Wie die Longines DolceVita, zeichnet sich die Rado Integral Quarz Diamonds (Ref. R20204712) durch ein integriertes Gehäusedesign aus und markiert einen Meilenstein der Firmengeschichte. Im Jahr 1986 ist die Integral der erste Zeitanzeiger aus dem prominenten und extrem robusten Hightech Keramik des 1917 gegründeten Herstellers. Von winzigen Ausmaßen kann angesichts der weitläufigen Maße von 31 x 41,1 Millimetern jedoch keine Rede sein. Der Marken-Grundgedanke „Look and Feel“ könnte nicht zutreffender sein und macht die geschmeidige, spiegelglatte Integral zu einem außergewöhnlichen Erlebnis am Handgelenk. Und weil die Exklusivität bei einer echten Cocktailuhr nicht auf der Strecke bleiben darf, perfektionieren vier kleine Diamanten das Gesamtbild.

EBEL Brasilia

Seit der Gründung im Jahr 1911 steht EBEL wie kaum eine andere Uhrenmarke für feminine Eleganz, was die Brasilia Lady (Ref. 1216461) beweist. Wie die Longines DolceVita Ladies, verfolgt sie ein kantiges Design mit fließender Armband-Gehäuse-Kombination, sticht hierbei jedoch durch den besonderen Glanz ihres Edelstahls und kraftvolle Akzente hervor. 23,9 Millimeter Durchmesser spielen eine Größe über der prototypischen Cocktailuhr Hamilton American Classic Lady Hamilton Vintage Quartz, kosten die Ebel Brasilia jedoch keinen Hauch ihrer noblen Ästhetik. Vor allem ihre römischen Ziffern verleihen der Quarzuhr einen Touch des frühen 20. Jahrhunderts, der Geburtsstunde der Cocktailuhr.

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