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Japanische Lacktechnik für Chopard LUC XP Urushi Year of the Pig

Schon seit mehr als anderthalb Jahrtausenden fasziniert die fernöstliche Lacktechnik Liebhaber exklusiven Kunsthandwerks. In der LUC XP Urushi Year of the Pig von Chopard verbindet sie sich mit exzellenter Uhrmacherkunst aus der Schweiz zu einem ganz besonderen Kunstwerk. Wir stellen den Leserinnen und Lesern unseres Magazins die Sonderedition zum chinesischen Jahr des Schweins im Detail vor.

Chopard präsentiert zum Jahr des Schweins neue Sternzeichen-Uhr

Nach dem chinesischen Sternzeichenkalender hat am 5. Februar 2019 das Jahr des Schweins begonnen. Die Uhren- und Schmuckmanufaktur Chopard hat aus diesem Anlass eine neue limitierte Sonderedition lanciert, die ebendiesem chinesischen Sternzeichen gewidmet ist. Wie schon bei vorangegangenen Sonderauflagen, die chinesischen Sternzeichen gewidmet waren, wurde das Zifferblatt auch bei der LUC XP Urushi Year of the Pig wieder mithilfe der uralten fernöstlichen Urushi-Technik gestaltet.

Das Schwein ist in der chinesischen Tradition übrigens keineswegs so negativ beleumundet wir in der europäischen.

Statt negativer Assoziationen wie Unsauberkeit oder Faulheit wird es in China vielmehr mit positiven Eigenschaften wie Erfahrung, Weisheit, Voraussicht, guten Umgangsformen, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Familiensinn, Großzügigkeit und Wohlwollen verbunden. Wer zum Jahr des Schweins die passende Uhr am Arm tragen möchte, kann dies also mit bestem Gewissen tun.

Eine Spezialität aus dem Hause Chopard

Die japanische Lacktechnik, die bei der Gestaltung des Zifferblattes der LUC XP Urushi-Modelle zum Einsatz kommt, ist bereits sehr alt und seit vielen Jahrhunderten hochgeschätzt. Der Begriff Urushi bezeichnet sowohl einen Lack aus natürlichen Rohstoffen, den sogenannten Japan- oder Chinalack, als auch das japanische Kunsthandwerk, das sich mit der Herstellung und Verarbeitung dieses Lackes beschäftigt. Die ersten Ursprünge dieser Technik lassen sich rund sechs- bis siebentausend Jahre zurückverfolgen.

Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5060 Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5061

Bereits in der Jungsteinzeit wurde das Harz des ostasiatischen Lackbaumes, der mit dem Essigbaum verwandt ist, zur Befestigung von Pfeil- und Speerspitzen genutzt. Und die Verarbeitung von Lack auf Basis dieses Rohstoffes erreichte schon im sechsten Jahrhundert ein bemerkenswertes künstlerisches Niveau.

Chopard L-U-C XP Urushi in der Version 161902-5046 Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5051

Wegen des aufwendigen Herstellungsprozesses und der daraus resultierenden hohen Preise waren die japanische Lacktechnik und darauf basierenden Produkte jedoch jahrhundertelang allein dem Adel und vor allem dem Kaiserhaus vorbehalten. Nach Europa gelangten die exklusiven Luxusprodukte erst relativ spät: im 17. Jahrhundert. Inzwischen gibt es auch einige europäische Künstler, die die japanische Lacktechnik beherrschen.

Was macht die japanische Lacktechnik so besonders?

Dass die japanische Lacktechnik seit alters her so wertgeschätzt wird, hat gute Gründe. Zum einen handelt es sich um ein sehr aufwendiges Verfahren, das nicht nur viel Zeit, sondern auch großes handwerkliches Können und äußerste Sorgfalt erfordert. Zum anderen zeichnen sich die fertigen Produkte nicht nur durch einen besonderen ästhetischen Reiz, sondern auch durch hervorragende mechanische Eigenschaften aus. Ursprünglich wurde die japanische Lacktechnik hauptsächlich für bei religiösen Ritualen benötigte Utensilien angewandt, später jedoch auch zunehmend für Schmuck, Statuen, Möbel und verschiedenste Gebrauchsgegenstände. Sie alle beeindrucken durch ihre tiefschwarzen oder dunkelrot schimmernden glatten Oberflächen.

Als klassisches Trägermaterial für die japanische Lacktechnik dienen Holz und Papiermaché, doch kann der edle Lack auch auf andere Materialien wie Bambus, Papier oder Leder aufgebracht werden. Anfangs ist der rohe Lack übrigens noch trüb und erst nach dem Aushärten wird er durch Polymerisation klar, wobei die Farbe von sehr hellen bis hin zu dunklen bernsteinfarbenen Tönen variieren kann. Zudem wird Urushi häufig mit roten Farbpigmenten wie Eisenoxid und Zinnober beziehungsweise mit schwarzem Ruß pigmentiert oder es werden andere Materialien wie Gold- oder Silberstaub, Blattgold, Eierschalen oder Perlmutt in den Lack eingebettet.

Mehr als 100 Arbeitsschritte und absolut staubfreie Umgebung

Um letztlich den gewünschten Hochglanzeffekt zu erzielen, müssen unzählige dünne Lackschichten nacheinander aufgetragen werden und jeweils aushärten, bevor die nächste Schicht folgt. Wichtig ist dabei, dass das Aushärten in einer absolut staubfreien Umgebung, bei hoher Luftfeuchtigkeit sowie Temperaturen von fast 30 Grad Celsius erfolgt. Traditionell ließen sich Urushi-Meister deshalb vorzugsweise in abgelegenen Gebirgsregionen nieder. Auch wurden die zu lackierenden Gegenstände oft mithilfe von Flößen auf das Meer hinausgezogen, weil dort, dicht über der Wasseroberfläche, praktisch kein Staub anzutreffen ist.

Waren die in dieser aufwendigen Lacktechnik gefertigten Gegenstände schließlich fertig, so überzeugten sie nicht nur durch ihr elegantes Aussehen, sondern erwiesen sich darüber hinaus auch als sehr widerstandsfähig gegenüber Umwelt- und Klimaeinflüssen sowie mechanischen Beanspruchungen.

Der ausgehärtete Lack ist lebensmittelecht, dauerelastisch und beständig gegen Wasser, Säuren, Alkohol sowie diverse Lösemittel. Außerdem bietet er Schutz gegen Schimmelpilzbefall, was insbesondere unter den feucht-warmen klimatischen Bedingungen in vielen Regionen Asiens einen wichtigen Vorteil darstellt. Übrigens: Die Tiefe und der Glanz von Urushi lassen sich mit Schellackpolitur ebenso wenig erreichen wie mit modernen Kunstharzlacken.

Streng limitiertes Meisterwerk

Wer eine von Chopards Lacktechnik-Uhren zum Year of the Pig erstehen möchte, sollte sich damit nicht allzu lange Zeit lassen. Denn insgesamt werden von der neuesten Version der LUC XP Urushi nur ganze 88 Exemplare hergestellt. Die handwerkliche Raffinesse der Lacktechnik auf dem Zifferblatt korrespondiert bei dieser Uhr perfekt mit der exklusiven Mechanik in ihrem Inneren. Als Antrieb der LUC XP Urushi Year of the Pig fungiert das ultraflache L.U.C-Kaliber 96.17-L. Die Darstellung auf dem Zifferblatt zeigt das Schwein in einem goldenen Farbton, der Wohlstand symbolisiert, sowie mit einem dicken Bauch, welcher für Geselligkeit steht.

Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-1023 Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5045

Den Hintergrund der Szenerie bildet ein bunter Wald. Die Urushi-Arbeiten wurden von Kiichiro Masumura überwacht, einem berühmten Meister dieser Kunst, der in seinem Heimatland Japan sogar als ein lebendiges nationales Kulturgut gilt und als Bester seines Faches verehrt wird. Das unter dem faszinierenden farbigen Kunstwerk verborgene Uhrwerk haben Chopards Uhrmachermeister ebenfalls besonders aufwendig bearbeitet und von Hand dekoriert. Das Uhrengehäuse aus 18-karätigem Rotgold hat einen Durchmesser von 39,5 Millimetern und ist lediglich 6,8 Millimeter hoch. Es besitzt einen Saphirglasboden, durch den sich das aufwendig verzierte Werk zumindest teilweise bei seiner Arbeit beobachten lässt.

Technische und gestalterische Details im Fokus

Dass die Uhr so flach gebaut werden konnte, verdankt sich den bemerkenswerten Dimensionen des Kalibers L.U.C 96.17-L, das bei einem Gesamtdurchmesser von 27,4 Millimetern nur eine Höhe von 3,3 Millimetern aufweist. Sein Mikrorotor ist aus 22-karätigem Gold gefertigt, und die maximale Gangreserve des automatischen Aufzugs liegt bei rund 65 Stunden. Dass die Year of the Pig von Chopard „nur“ Stunden und Minuten anzeigt, ist wohl nur allzu verständlich. Denn schließlich wäre es bei dieser Uhr schade um jeden Quadratmillimeter Zifferblattfläche, der für Skalen, Beschriftung, Datumsfenster oder gar Hilfszifferblätter verlorenginge und nicht für das faszinierende Kunstwerk in altehrwürdiger japanischer Lacktechnik zur Verfügung stünde.

Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5049 Chopard LUC XP Urushi in der Version 161902-5050

So sind es bei diesem Meisterwerk nur die vergoldeten Dauphine-Zeiger für Stunden und Minuten, die vorübergehend jeweils einen kleinen Teil des Bildes überdecken. Das handgenähte Armband aus Alligatorleder, an dem das beeindruckende Kunstwerk getragen wird, besitzt eine schwarze Oberseite, ein braunes Futter und eine Dornschließe, welche – ebenso wie das Gehäuse der Uhr und die Krone – aus poliertem 18-karätigem Roségold besteht.

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