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Breitling Premier Norton

« Charakterstarke Begleiter aus Partnerschaft zweier Lifestyle-Marken »

Dass der berühmte Schweizer Fliegeruhrenspezialist neben seiner traditionell engen Beziehung zur Luftfahrt auch eine Affinität zu motorisierten Fahrzeugen hat, dürfte spätestens seit der Kollektion Breitling for Bentley allgemein bekannt sein. Nach der Luxusautomarke hat die Grenchener Uhrenmanufaktur sich nun mit Norton Motorcycles einen traditionsreichen, britischen Motorradhersteller zum Partner erkoren. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine faszinierende Uhrlinie mit Retro-Charme, die wir unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag vorstellen.

Zwei Marken für höchste Ansprüche

Breitling hat sich schon früh einen guten Ruf als Hersteller von besonders präzisen und leistungsstarken Schweizer Uhren erworben und insbesondere bei der Entwicklung von Armbandchronographen wichtige Meilensteine gesetzt. Darauf aufbauend, konnte sich die Marke in den 1930er und 1940er Jahren als führender Lieferant von Borduhren für Flugzeuge sowie Fliegerchronographen etablieren, zu dessen Kunden verschiedene Luftstreitkräfte und namhafte zivile Fluggesellschaften zählten.

Ähnlich verhält es sich mit dem britischen Motorradhersteller Norton Motorcycles. Firmengründer James Lansdowne Norton hatte sich 1898 zunächst als Produzent von Zweiradbauteilen und -zubehör selbstständig gemacht, bevor er 1902 dann erste eigene Motorräder herstellte.

Das tat er dann allerdings so erfolgreich, dass die aus seinem Unternehmen stammenden Maschinen dank ihrer Leistungsstärke über viele Jahre hinweg das Geschehen bei nationalen und internationalen Motorradrennen dominierten. Allein bei der legendären Tourist Trophy, die auf der Isle of Man stattfand und bis in die 1970er Jahre als wichtigstes Rennen der Motorradweltmeisterschaften galt, siegten zwischen den beiden Weltkriegen zehnmal Fahrer von Norton-Motorrädern, und in den Jahren 1947 bis 1954 wurden sogar ausnahmslos alle Siege dieses Rennens auf Maschinen von Norton Motorcycles errungen – eine Siegesserie, wie sie von keiner anderen Motorradmarke der Welt auch nur annähernd erreicht wurde.

Sowohl Breitlings Uhren als auch die Motorräder von Norton Motorcycles kamen übrigens schon in James-Bond-Filmen zu Einsatz. Während „007“ 1965 in „Feuerball“ eine Breitling Top Time am Arm trug, war eine Norton Dominator SS 2015 in einer Nebenrolle in „Spectre“ zu sehen.

Robustheit, Leistungsstärke – und Stil

Nach den Vorstellungen ihrer Schöpfer sollen die Chronographen von Breitlings Premier Norton Edition die Werte und die Kultur beider Marken widerspiegeln. Das bedeutet, dass sie zum einen robust, zuverlässig und leistungsstark sein, zum anderen aber auch hohe ästhetische Erwartungen erfüllen müssen. Diesen Ansprüchen werden sie voll und ganz gerecht. Das Edelstahlgehäuse mit 42 Millimetern Durchmesser ist für einen sportlich-maskulinen Chronographen markant genug, aber nicht zu klobig. Bis 100 Meter ist die Uhrenlinie wasserdicht und übersteht somit eine Dusche ebenso gut wie ein Bad, ein paar Schwimmzüge im Pool oder eben auch einen Platzregen „on the road“. Damit es gar nicht erst zu Verwechslungen kommt, ziert Nortons eingravierter Namenszug die linke Seite des Gehäuses.

Außerdem ist der gläserne Gehäuseboden der Breitling Premier Norton mit dem Logo von Norton Motorcycles sowie der Darstellung eines Motorrades versehen. Besonders elegant wirkt die Kombination von schwarzem Zifferblatt, goldfarbenen Ziffern und Zeigern sowie silberweißen Totalisatoren. Von Letzteren gibt es insgesamt zwei: Bei der Drei werden die Minuten gezählt, während sich gegenüber bei der Neun eine kleine Sekunde befindet. Wie wohl bei den meisten analogen Chronographen üblich, dient der zentrale Sekundenzeiger, dessen Spitze zur besseren Unterscheidbarkeit rot gefärbt ist, zum Stoppen der Sekunden.

Breitlings Manufakturkaliber 01 und rund 70 Stunden Gangreserve

Für höchste Präzision sorgt das von der Offiziellen Schweizer Chronometerprüfstelle (COSC) als Chronometer zertifizierte Manufakturkaliber Breitling 01, auf das auch die offizielle Modellbezeichnung Premier B01 Chronograph 42 Norton Edition hinweist. Die raffinierte Chronographenmechanik ist mit einem automatischen Aufzug kombiniert, der ihr eine großzügige Gangreserve von rund 70 Stunden bietet. Am äußeren Rand des Zifferblattes ist auf dem weißen Rehaut eine dünne schwarze Tachymeterskala aufgedruckt.

Oben zwischen Zwölf und Eins ist das Wort „Tachymeter“ zu sehen, das mit seiner roten Schriftfarbe einen kleinen visuellen Akzent bildet.

Falls die Träger dieser Uhren einmal etwas länger unterwegs sein oder gar eine Nachtfahrt geplant haben sollten, wird ihr Zeitmesser sie dabei gewiss nicht im Stich lassen. Super-Luminova auf dem Stunden- und dem Minutenzeiger sowie an den Stundenindizes stellt sicher, dass die Uhrzeit selbst in der Dunkelheit problemlos abgelesen werden kann. Sehr diskret und erst auf den zweiten Blick zu entdecken ist übrigens das Tagesdatum, das in einem kleinen Fensterchen bei der Sechs in Weiß auf schwarzem Hintergrund erscheint. Insgesamt wirkt das Zifferblattdesign dank seiner Symmetrie und seiner sorgfältig gewählten Kontraste angenehm ausgewogen.

Bikerstyle oder sportliche Eleganz?

Der Wahl des Armbandes sollte bei der Breitling Premier Norton besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn mehr als bei anderen Uhren tendieren die angebotenen Varianten hier in ziemlich unterschiedliche Stilrichtungen. Das robuste braune Rohlederband macht die Uhr zum perfekten Kombipartner für jedes Biker-Outfit. Diese Armbandvariante ist gewissermaßen der geborene Partner für diesen besonderen Chronographen und unterstreicht seine Optik perfekt.

Bikerstyle
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Das ebenfalls erhältliche Edelstahlarmband hingegen wirkt sportlich-elegant und zeitlos. Mit ihm lässt sich die Sonderedition des Premier-Chronographen durchaus auch zum Businessanzug tragen. Allerdings wirkt das Lederband bei diesem Uhrenmodell um ein Vielfaches authentischer und passender, weil es dessen individuellen Charakter betont, während das Edelstahlband austauschbarer und damit auch ein wenig beliebiger wirkt.

Das passende Motorrad zur Uhr – oder umgekehrt

Wer zu Breitlings Sonderedition das passende Motorrad fahren möchte, muss nicht lange danach suchen. Nortons Commando 961 Café Racer MKII Breitling Limited Edition wurde eigens aus diesem Grund kreiert und vereint den traditionellen Stil der „Café Racer“ mit modernster Motorradtechnik. Den 961-Kubikzentimeter-Motor haben Nortons Ingenieure und Mechaniker selbst entwickelt.

Die Motorrad-Sonderedition ist allerdings streng limitiert, und weltweit wird es nicht mehr als 77 Exemplare davon geben. Äußerlich ist sie übrigens an Breitlings „B“ zu erkennen, das im Vintage-Stil dargestellt auf dem Kupplungsgehäuse sowie in Schwarz gestickt auf dem Sattel prangt. Die Uhrenmanufaktur entwarf zudem das Design für den Drehzahlmesser und das Tachometer.

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