Big Watch

« Wirklich große Luxusuhren »

Mächtige Gehäuse, vielseitige Funktionen und eine unschlagbare Präsenz: Uhren mit großem Durchmesser liegen derzeit hoch im Trend. Sie begeistern ihre Träger nicht nur als ausdrucksstarke Accessoires, sondern beschleunigen auch die Innovationskraft der Branche. Doch welche Zeitanzeiger jenseits der 40 mm sind besonders empfehlenswert? Wir haben uns die beliebtesten Modelle genauer angesehen und erklären, welche Big Watch zu Ihnen passen könnte.

Große Uhren: Vom Außenseiter zum Star

Blickt man zwei oder gar mehrere Jahrzehnte zurück, so findet sich eine völlig andere Uhrenwelt als die heutige vor: In einer Zeit, als schlanke Herren- wie Damenmodelle die Mode, wenn nicht sogar der ungeschriebene Standard waren, wurden Durchmesser von über 40 mm schon beinahe als Provokation betrachtet. Träger einer Big Watch mussten entweder angeberisch, extrovertiert oder einfach geschmacklos sein.

Wer hats erfunden?

Dieses, aus heutiger Sicht antik erscheinende Bild hat sich seit der Jahrtausendwende nahezu in Luft aufgelöst. Angestoßen durch den italienischen Uhrendesigner Italo Fontana, der mit seiner Marke U-Boat erstmals erfolgreich übergroße Modelle von über 50 mm auf den Markt brachte, lancierten fast alle namhaften Hersteller eine oder mehrere XL-Kollektionen.

Vor allem bei Taucher- und Fliegeruhren erwiesen sich vergrößerte Ausmaße als vorteilhaft – eine simple Bedienung mittels großer Drücker, eine verbesserte Ablesbarkeit sowie die Unterbringung mehrerer Komplikationen und Anzeigen sind bis heute schlagkräftige Argumente für die Big Watch.

Imposante Vorreiterin: Die U-Boat U-42

Wer es ernst meint mit den großen Dimensionen, kommt um das Produktportfolio Italo Fontanas bis heute kaum herum. Vor allem die U-Boat U-42, sozusagen das „Original“ unter den Riesen, sprengt die Vorstellungskraft gewöhnlicher Uhrenträger: Bis zu 53 mm Durchmesser, gepaart mit dem unzerstörbar wirkenden Titan-Gehäuse aus dem toskanischen Lucca, garantieren bei jeder Gelegenheit neugierige Blicke.

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Als Limited Edition, GMT-Modell und sogenannte Unicum-Variante erhältlich, ist die U-42 bewusst im Stile eines Bullauges gehalten und erreicht eine Wasserdichtigkeit von bis zu 200 Metern. Insbesondere die Unicum, deren Oberfläche dank mehrerer Säurebehandlungen fast schon verrostet wirkt, zählt zu den markantesten Diver-Modellen der Branche. Exotischer geht es kaum.

Tausend Meter Wassertiefe? Für die Oris ProDiver kein Problem

Eine optisch zivilisiertere, aber größentechnisch nicht weniger kolossalische Taucheruhr ist die Oris ProDiver: Sie zeigt, wie vorteilhaft die Ausmaße einer Big Watch sein können. Denn während der ProDiver Chronograph einer beeindruckenden Wassertiefe von bis zu 1.000 Metern standhält, verfügt die Pointer-Moon-Edition über ein weltweit einmaliges System zur Gezeitenbestimmung.

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Genau wie die Date- und GMT-Ausführungen der Kollektion, gewährleisten diese Varianten dank ihres enormen Durchmessers eine exzellente Ablesbarkeit. Von der Schweizer Eleganz der Gehäuse sollte man sich jedoch nicht in die Irre führen lassen: Den Träger erwartet selbst beim „kleinsten“, 49 mm großen Modell ein regelrechtes Monster, das nur mit einem entsprechend kräftigen Handgelenk harmoniert. Wer die beste Symbiose aus zeitlosem Design, technischer Exzellenz und einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, trifft mit der ProDiver eine goldrichtige Wahl.

Big Watch mal anders: Bell & Ross BR03

Wir bleiben in der Schweiz, denken aber fortan in quadratischen Dimensionen: Die Bell & Ross BR03 ist an die Borduhren klassischer Flugzeuge angelehnt und erweist sich mit ihrer Breite von 42 mm fast schon als Winzling im Club der Riesen. In den Versionen BR03-92 und BR03-94 Chronographe erhältlich, verfügt sie abgesehen von einer kleinen Datumsanzeige über keinerlei besondere Komplikationen.

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Sie setzt, ganz im Gegensatz zu anderen Uhren mit großem Durchmesser, auf maximale Simplizität und bietet mit ihren mächtigen Zeigern und Ziffern eine unschlagbar gute Ablesbarkeit. Ihr Kauf ist die richtige Entscheidung, wenn man sich stilvoll, aber nicht zu exotisch von der Masse absetzen möchte und dabei auf Robustheit sowie vergleichsweise moderate Ausmaße setzt.

Große Luxusuhren – souveräne Helden der Oberklasse

Der erste Gedanke an Luxusuhren ist meist mit glänzenden Goldgehäusen, einem klassischen Zifferblatt und vor allem einer schlanken Größe verbunden.

Die Omega Seamaster Ploprof zeigt uns, dass Luxus auch ganz anders aussehen kann: 1.200 Meter Wassertiefe, eine gigantische Lünette und das deutlich sichtbare Heliumventil sprechen für eine Taucheruhr der obersten Liga. Auf Wunsch mit einer noblen Rotgold-Lünette erhältlich, übertrifft ihr Durchmesser von 55 mm selbst die Kolosse von U-Boat und Oris. Obwohl sich das Design der Omega Seamaster Ploprof grundsätzlich am vornehmen Stil der anderen Modelle aus Biel / Bienne orientiert, weiß sich die Big Watch mit ihrem auffälligen Kronenschutz erfolgreich von der Masse abzusetzen. Wer auf maximalen Wiedererkennungswert bei kompromissloser Funktionalität setzt, findet mit der Ploprof die Uhr seines Lebens.

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Dennoch ist die mächtige Omega in Sachen Luxus noch übertreffbar – und findet ihren Meister im Audemars Piguet Royal Oak Chronograph. Um die Royal Oak zu verstehen, muss man in anderen Dimensionen denken als bisher. Damit ist nicht unbedingt der Durchmesser gemeint, der bei dem größten Offshore-Chronographen „gerade einmal“ 44 mm erreicht, sondern vor allem der radikale Hang zur Perfektion. Handarbeit, feinste Materialien und nicht zuletzt der große Name aus dem Schweizer Le Brassus machen den Audemars Piguet Royal Oak Chronograph zu einer Big Watch der Superlative.

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Doch die achteckige Lünette, die berühmten sechseckigen Schrauben und das markante „Tapisserie“-Muster des Zifferblatts haben ihren Preis: Für die Basismodelle aus Edelstahl, so absurd diese Bezeichnung auch klingen mag, wird problemlos das Dreifache des Omega-Giganten fällig, wobei die prestigeträchtigen Goldmodelle noch deutlich weiter in den fünfstelligen Bereich fallen.

Große Uhren: Die Zukunft gehört der Big Watch

Von der exotischen Bell & Ross BR03 bis zur gewaltigen Omega Seamaster Ploprof: Große Luxusuhren sind viel mehr als ein vorübergehender Trend.

Jeder der fünf vorgestellten Riesen hat auf seine Weise gezeigt, dass die Big Watch aus den nächsten Jahrzehnten der Horologie nicht wegzudenken ist und nicht nur das Design, sondern auch die Technik der Uhrenbranche massiv beeinflussen wird. Fans der großen Zeitanzeiger können sich auf eine Vielfalt freuen, die das heutige Angebot vermutlich meilenweit übertreffen wird.

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