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Die beliebtesten Damenuhren mit Handaufzug

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Charmante Mechanik statt elektronischer Präzision: Immer mehr Uhrenliebhaberinnen entdecken den traditionellen Handaufzug für sich und stehen in sämtlichen Preisklassen vor einer steigenden Modellvielfalt. Wer die Romantik und Nostalgie der manuell aufzuziehenden Zeitanzeiger selbst erleben will, muss sich also gut auskennen – oder unsere Top 5 der beliebtesten Damenuhren mit Handaufzug durchstöbern. Wir wünschen viel Vergnügen!

Bauhaus in Perfektion: Junghans Max Bill Handaufzug

Für manche ist es die Liebe zum Purismus, für andere das morgendliche Ritual des Aufziehens. Fest steht, dass Emotionen bei der Entscheidung für handaufgezogene Damenuhren im Vordergrund stehen. Bleibt daneben noch Raum für praktische Vorzüge? Eine Frage, die die 34 Millimeter schlanke Junghans Max Bill Handaufzug (27/3702.04) souverän zu beantworten weiß. Auf einen Rotor verzichtend, stellt ihr ETA-basiertes Kaliber J805.1 ausreichende 42 Stunden Gangreserve bereit und ermöglicht dem Edelstahlgehäuse eine 9 Millimeter flache Bauweise. Daraus resultiert ein glänzender Tragekomfort, verstärkt durch das gewölbte Bauhaus-Design mit Hartplexiglas und nahezu fehlender Lünette.

Junghans Max Bill Handaufzug in der Version 027-3702-04 Damenuhren mit Handaufzug

Ein Erfolgsrezept, das seit der Erstvorstellung im Jahr 1961 zur Identität der Schramberger Traditionsmarke geworden ist. Vom Schweizer Architekten Max Bill entworfen, wurde das Originaldesign über die Jahrzehnte hinweg kaum modifiziert und kommt bei der femininen Handaufzug-Damenuhr besonders gut zum Ausdruck. Alle Blicke richten sich auf das schwarz polierte Zifferblatt, dessen arabische Typographie an die Swinging Sixties erinnert und keinen Zusatzfunktionen gegenübersteht. Nur drei Zeiger, ein wenig Leuchtmasse und die charakteristische Wölbung prägen den Auftritt. Wer die Schwarzwälder Damenuhren mit Handaufzug persönlich kennenlernen möchte, erhält sie für 695 Euro am puristischen Dornschließen-Lederband.

Federleicht und superflach: MIDO Baroncelli Mechanical Limited Edition

Auch die MIDO Baroncelli Mechanical Limited Edition (Ref. M037.405.36.050.00) besitzt architektonische Wurzeln, wirkt im Vergleich zur Junghans aber kühler und moderner. Mit 39 Millimetern Gehäusedurchmesser spielt sie im oberen Bereich des femininen Größenspektrums, kompensiert die stolzen Ausmaße jedoch durch ein federleichtes Gewicht von 47 Gramm. Letzteres trifft auf eindrucksvolle 7 Millimeter Gehäusehöhe, die die 2020 Exemplare zu den flachsten mechanischen MIDO Uhren überhaupt macht. Dafür verantwortlich ist das bewährte ETA 7001 mit 42 Stunden Gangreserve, welches durch einen Glasboden beobachtet werden kann. Optisch dominiert ein ausdrucksstarker Kontrast zwischen der roségoldfarbenen PVD-Beschichtung des Gehäuses und dem schwarzen Lack des Zifferblatts.

MIDO Baroncelli Mechanical Limited Edition in der Version M037-405-36-050-00

In Verbindung mit den ebenfalls goldfarbenen Zeigern und Indizes garantiert dieses eine erstklassige Lesbarkeit, betont die traditionelle Seite der Baroncelli durch eine kleine Sekunde und weist mit einem „Limited Edition“-Schriftzug bei drei Uhr auf die Seltenheit der Serie hin. Am schwarzen Faltschließen-Lederband geliefert, kosten die Damenuhren mit Handaufzug 1.100 Euro und sind eine glänzende Wahl für Trägerinnen, die minimalistische Linien im Großformat zu schätzen wissen.

Manufakturwerk inklusive: NOMOS Glashütte Orion 33

Auch in Sachsen weiß man, dass der manuelle Aufzug am besten zu simplen, reduzierten Designs passt. Kaum eine Serie könnte das besser demonstrieren als die NOMOS Glashütte Orion 33: Wahlweise mit solidem Edelstahl- (Ref. 321) oder gewölbtem Saphirglasboden (Ref. 322) erhältlich, wird sie als erstes Mitglied unserer Top 5 von einem hauseigenen Kaliber befeuert. Zum Einsatz kommt das 2,6 Millimeter flache Alpha mit Handaufzug, das 43 Stunden Gangreserve bereitstellt und ein Highlight seiner Preisklasse markiert. Wer 1.460 Euro (321) beziehungsweise 1.680 Euro (322) einplant, bekommt einen nahezu komplett selbst entwickelten, montierten und dekorierten Antrieb, während andere Hersteller noch in deutlich höheren Regionen auf zugelieferte Uhrwerke zurückgreifen.

NOMOS Glashuette Orion 33 in der Version 321 mit Stahlboden Damenuhren mit Handaufzug

Unter dem Saphirglas ihrer Frontseite besitzen die Damenuhren ein weiß versilbertes Zifferblatt, die typischen temperaturgebläuten Zeiger und goldene statt vergoldete Indizes. Letztere sind zwar sehr dünn und erfordern nicht den höchsten Einsatz des wertvollen Materials, stellen aber ein exzellentes Beispiel für die Detailliebe der Glashütter dar und sind keine Selbstverständlichkeit dieses Preissegments. Befestigt wird der Handaufzug an einem beigen Velourslederband, das den zarten Charakter des Zeitanzeigers trefflich unterstreicht.

Beethoven am Handgelenk: NOMOS Glashütte Tetra

Wer den braven Stil der Orion durch exotische Akzente in Form und Farbe ersetzen möchte, sollte einen näheren Blick auf die NOMOS Glashütte Tetra Handaufzug werfen. Erst kürzlich wurde die quadratische Kollektion um eine Reihe interessanter Beethoven-Sondermodelle erweitert, die anlässlich des 250. Geburtstags des deutschen Komponisten erschienen. Unser Favorit ist die „Fidelio“-Edition (Ref. 449 mit Stahl-, 450 mit Glasboden), deren dunkelblaues Zifferblatt auf weiße Indizes trifft – eine kontrastreiche und elegante Kombination.

NOMOS Glashuette Tetra Fidelio in der Version 449 mit Stahlboden Damenuhren mit Handaufzug

Am Handgelenk überzeugen uns die 29,5 x 29,5 Millimeter großen Damenuhren mit Handaufzug durch ihren hohen Tragekomfort, für den sowohl das graue Velourband als auch die niedrige Höhe von 6,5 Millimetern verantwortlich ist. Technisch ist das kantige Modell identisch zur NOMOS Orion und greift ebenfalls auf die Power des Alpha-Manufakturwerks zurück. Kostenpunkt: 1.660 Euro mit Massiv- und 1.880 Euro mit Saphirglasboden.

Königsklasse des Handaufzugs: Omega De Ville Tresor Master Co-Axial

Wie exklusiv Damenuhren mit Handaufzug sein können, zeigt uns die Omega De Ville Tresor Master Co-Axial (Ref. 432.58.40.21.05.001) aus 18-karätigem Sedna-Gold. Diese in Biel entwickelte Legierung erreicht eine stärkere Farbtiefe und dreimal höhere Kratzfestigkeit als herkömmliches Roségold, was auf die Beimischung von Kupfer und Palladium zurückzuführen ist. Hinzu kommen dutzende Brillanten auf der Lünette und schimmerndes Perlmutt im Zifferblatt, doch die edlen Materialien sind nicht das wichtigste Highlight der 40 Millimeter großen Tresor.

Omega De Ville Tresor Master Co-Axial 40 mm in der Version 432-58-40-21-05-001 aus 18 K Rosegold

Diese Ehre gebührt dem hauseigenen Co-Axial-Kaliber 8511, dessen rotgoldene Unruhbrücke und markentypische Genfer-Streifen-Arabesken dank des fehlenden Rotors unterbrechungsfrei beobachtet werden können. Technisch entspricht das Uhrwerk, wenngleich es nicht an den Fertigungsaufwand handmontierter Breguet- oder Blancpain-Kaliber herankommt, den höchsten Branchenstandards:

60 Stunden Gangreserve dank zweier in Reihe geschalteter Federhäuser und 15.000 Gauß Magnetfeldschutz sprechen für sich.

Das majestätische Gesamtpaket der Tresor hat seinen Preis: 17.700 Euro. Damit ist das Schmuckstück weit von den restlichen Mitgliedern unserer Top 5 entfernt, besitzt interessanterweise aber denselben Purismus wie die erschwinglicheren Modelle. Drei Zeiger, filigrane Indizes, vielleicht noch ein kleines Datum – mehr braucht es nicht, um großartige Damenuhren mit Handaufzug zu kreieren. Ein Erfolgsrezept in allen Preisklassen.

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