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Baselworld 2018: Unsere fünf Favoriten auf einen Blick

Die Baselworld 2018 liegt nun schon einige Wochen zurück – und viele Uhren-Liebhaber haben sich inzwischen einen Überblick über die zahlreichen Neuerscheinungen der führenden Luxusuhren-Hersteller verschaffen können. Wir stellen unseren Lesern heute fünf neue Luxusuhren vor, die auf der diesjährigen Uhrenmesse in Basel präsentiert wurden und uns besonders angesprochen haben.

Navitimer 8: Breitlings neue Fliegeruhrenkollektion mit Retro-Charme

Die neue Fliegeruhrenkollektion Navitimer 8 von Breitling gehörte zu jenen Baselworld-Neuheiten des Jahres 2018, über die schon im Vorfeld der Messe relativ ausführlich berichtet worden war. Unter den Fans der Marke sorgte sie für einige – zum Teil durchaus kontroverse – Diskussionen. Grund dafür ist vor allem der Bruch mit gewissen Traditionen der Marke, die offenbar nicht jedem gefielen. So trägt die neue Modelllinie zwar die Bezeichnung Navitimer, doch die Navitimer 8 besitzt nicht die Rechenschieber-Lünette, die von Anfang an das Markenzeichen dieser Modelllinie war.

Zudem findet sich auf dem Zifferblatt das geschwungene „B“ als Logo von Breitling, im Unterschied zu sonst wird es jedoch nicht durch die beiden Flügelschwingen flankiert, die bislang stets dazugehörten.

Doch wenngleich der eine oder andere langjährige Breitling-Liebhaber diese Veränderungen als Verlust empfinden mag, hat die neue Kollektion eine Reihe von überzeugenden Pluspunkten zu bieten. Das stimmige Retro-Design gehört ebenso dazu wie das hohe Niveau der in den neuen Uhren verbauten Technik und die Möglichkeit, zwischen fünf verschiedenen Modellversionen zu wählen – von der klassischen Drei-Zeiger-Uhr mit Tagesdatum über eine Version mit ausgeschriebenem Wochentag und ein Modell mit Weltzeit-Indikation bis hin zu zwei Chronographen. Im Spitzenmodell der Breitling Kollektion arbeitet das hauseigene Manufakturkaliber Breitling B01.

Dark Side of the Moon Apollo 8 – Hommage an ein weniger bekanntes Abenteuer der „Moonwatch“

Dass sich hinter dem Spitznamen „Moonwatch“ die legendäre Omega Speedmaster Professional verbirgt, ist Uhrenkennern ebenso vertraut wie die Tatsache, dass die Uhr diesen Namen ihrer Rolle als Astronautenuhr bei der ersten bemannten Mondlandung verdankt. Weit weniger bekannt ist, dass die „Moonwatch“ dem Erdtrabanten bereits ein Jahr zuvor bemerkenswert nahe gekommen war. Die Mission Apollo 8, die am 21. Dezember 1968 begann, war der zweite bemannte Raumflug innerhalb des Apollo-Programms und zugleich der erste bemannte Flug zum Mond, wenngleich eine Landung – entgegen ursprünglichen Planungen – noch nicht vorgesehen war. Für die aus Frank Borman, William Anders sowie James Lovell bestehende Besatzung hielt der Flug dennoch ein spektakuläres Erlebnis bereit. Denn die drei Astronauten waren die ersten Menschen, die jemals die Rückseite des Mondes zu Gesicht bekamen.

Wie rund ein halbes Jahr später bei der ersten Mondlandung, so führte auch die Besatzung der Apollo 8 die Omega Professional Speedmaster mit sich, die bereits drei Jahre zuvor von der NASA zur offiziellen Astronautenuhr für ihre bemannten Missionen „ernannt“ worden war.

Was läge da näher, als den 50. Jahrestag der ersten Mondumrundung mit einem Sondermodell ebenjener „Moonwatch“ zu feiern? Dieses wurde von Omega auf der Baselworld unter dem Namen Dark Side of the Moon Apollo 8 vorgestellt und besitzt ein pechschwarzes Gehäuse aus kratzfester High-Tech-Keramik, ein durchbrochenes Zifferblatt sowie ein schwarzes Uhrwerk. Auf der durch den Saphirglas-Boden sichtbaren Rückseite des Uhrwerks ist ein Teil der Mondrückseite dargestellt. Gelbe Farbakzente auf dem Zifferblatt sowie am perforierten Lederarmband sorgen für einen interessanten Kontrast und verleihen der Uhr ein individuelles „Gesicht“.

Rolex stattet GMT Master II mit Pepsi-Lünette und Jubilé-Band aus

Rolex überraschte seine Fans im März 2018 mit einer Neuauflage der GMT-Master II, die mittlerweile ebenso zu den Klassikern dieser Manufaktur gehört wie die Submariner, die Oyster Perpetual Datejust oder die Cosmograph Daytona. Die neue Version der sportlich-robusten Uhr mit GMT-Funktion kommt in einem Edelstahlgehäuse und besitzt eine halb rot, halb blau gefärbte Lünette, die bereits von anderen Modellen der Marke bekannt ist und ihrer charakteristischen Farbgebung wegen den Spitznahmen „Pepsi“ erhielt. Die beiden Farben unterteilen die darauf sichtbare Cerachrom-Zahlenscheibe mit 24-Stunden-Skala in ein Tag- und ein Nachtsegment.

Eine weitere Neuerung ist das Jubilé-Band, das nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten Pause wieder in Kombination mit einer Uhr dieser Modelllinie angeboten wird.

Die GMT-Master II ist zwar trotz ihrer Submariner-Optik keine Taucheruhr, aber immerhin bis zu 10 Bar oder 100 Metern wasserdicht, sodass sie beim Schwimmen, Baden oder Duschen nicht abgelegt werden muss. Sie wird von dem Manufakturkaliber 3285 mit automatischem Aufzug angetrieben, dessen Gangreserve bis zu 70 Stunden beträgt. Zertifiziert als „Chronometer der Superlative“, empfiehlt sie sich für all jene, die häufig auf Reisen sind und sich dabei jederzeit auf eine robuste, präzise und optisch ansprechende Uhr verlassen können möchten.

Carrera Chronograph Tourbillon Chronometer Tête De Vipère – limitierter Jubiläumschronograph von TAG Heuer

Die von TAG Heuer in Basel präsentierte Carrera Chronograph Tourbillon Chronometer ist das erste Chronographenmodell der Marke, welches das exklusive Gütesiegel „Tête de Vipère“ trägt. Es ist dem 55-jährigen Jubiläum der Kollektion Carrera gewidmet und wird nur in einer auf 155 Stück limitierten Auflage hergestellt. Das Gütesiegel „Tête de Vipère“ wird bereits seit 1897 vom Observatoire de Besançon vergeben. Diese Auszeichnung einer weit über die Grenzen Frankreichs hinaus anerkannten unabhängigen öffentlichen Institution bescheinigt den betreffenden Instrumenten exzellente Qualität sowie ultimative Präzision.

Seit die Zertifizierung im Jahr 2006 wieder aufgenommen wurde, haben lediglich 500 Uhren das begehrte Siegel erhalten.

Eine davon ist die Carrera Chronograph Tourbillon Chronometer Tête De Vipère, die mit ihrer skelettierten Struktur und der anspruchsvollen Kombination von Chronographenwerk und Tourbillon schnell die Herzen der Mechanik-Liebhaber unter den Uhrenkennern erobern dürfte. Äußerlich ist sie an ihrem dunkelblauen Keramikgehäuse erkennbar. Bandanstöße und Lünette sind ebenfalls aus Keramik gefertigt, und der markante dunkle Blauton begegnet dem Betrachter auf der Schwungmasse ebenso wieder wie auf dem Federhaus. Um den Anforderungen für das Zertifikat „Tête De Vipère“ gerecht zu werden, wurde jedes Exemplar dieser Uhr einem 16-tägigen Test in fünf verschiedenen Positionen und bei drei unterschiedlichen Temperaturen unterzogen.

Strahlenkranz in den Farben des Regenbogens: Big Bang One Click Sapphire Rainbow

Die Farbenpracht eines Regenbogens bringt die Big Bang One Click in der Version Saphire Rainbow auf besonders eindrucksvolle Weise zur Geltung. Das Modell von Hublot ist mit einem Gehäusedurchmesser von 39 Millimetern für eine Uhr dieser Marke schon fast als klein zu bezeichnen, dürfte jedoch seinen größeren „Geschwistern“ im Hinblick auf die erregte Aufmerksamkeit in nichts nachstehen. Als Gehäusematerial dient poliertes Sapphire Crystal; die Lünette ist aus poliertem 18-karätigem Weißgold hergestellt. Sie ist mit insgesamt 48 farbigen Steinen im Baguetteschliff besetzt, darunter unter anderem Amethyste, Rubine, Topase und Tsavorite. Als Antrieb fungiert ein Uhrwerk vom Kaliber HUB1710 mit automatischem Aufzug und einer maximalen Gangreserve von 50 Stunden.

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