100 Jahre Bauhaus

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„Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers“ – was Walter Gropius vor 100 Jahren im Bauhaus-Manifest niederschrieb, sollte das Design und die Architektur des 20. Jahrhunderts stärker als jede andere Strömung beeinflussen. Junghans feiert das stolze Jubiläum der Weimarer Kunstschule mit zwei Sondereditionen seiner berühmten Max Bill und ehrt damit nicht nur das Bauhaus, sondern auch den prominenten Schöpfer des minimalistischen Zeitanzeigers.

Die Details entscheiden: Zwei dezente Sondermodelle

Auf lediglich 1.000 Stück limitiert, gibt sich die neue Automatic „100 Jahre Bauhaus“ zunächst als typische Max Bill Uhr von Junghans zu erkennen: Ihr reduziertes, fast schon spartanisches Zifferblatt, ihre simplen Rundungen und ihr zurückhaltender Durchmesser von 38 mm repräsentieren den Bauhausstil in Reinkultur. Was sie von ihren unlimitierten Verwandten unterscheidet, versteckt sich in Form eines transparenten Gehäusebodens auf der Rückseite. Tatsächlich erscheint mit der „100 Jahre Bauhaus“ die erste Max Bill seit der Einführung des Modells im Jahr 1961, die Einblicke in ihr Innenleben gewährt. Die Liste der Besonderheiten setzt sich fort, sobald man die Details des Zeitanzeigers in den Blick nimmt.

So präsentieren sich die Zeiger und die Datumsanzeige in fast schon strahlendem Rot – eben jener Farbe, die auch die populäre Tür des Dessauer Bauhauses trägt. Der wegweisende Stil dieses Gebäudes diente als Vorbild für die gesamte Farbgebung des Sondermodells: Während das matt versilberte Zifferblatt von seinen weißen Wänden inspiriert wurde, geht das anthrazitfarbene Gehäuse auf die Fassade zurück. Und wer sich nach dem Ursprung des grauen Armbands fragt, muss nur die Bausubstanz in Dessau kennen: Beton. Ebenso zeitlos, aber mit nur 100 Exemplaren noch zehnmal exklusiver präsentiert sich der Chronograph „Chronoscope 100 Jahre Bauhaus“, der in einem für Junghans schon beinahe ungewohnt luxuriösen Weißgold-Gehäuse erscheint und preislich an der 8.000-Euro-Marke kratzt. Unter Fans der Schramberger Uhrenmarke dürfte er sich in den nächsten Jahren zu einem begehrten, womöglich sogar im Wert steigenden Sammlerstück entwickeln.

Form Follows Function – eine Uhr im Wandel der Zeit

Funktionalität pur: Im Alltag orientiert sich die Junghans „100 Jahre Bauhaus“, ganz im Stile ihrer Vorgänger, am Leitmotiv „Form Follows Function“ und glänzt mit einer nahezu perfekten Ablesbarkeit. Genau letztere Eigenschaft war es, die der legendäre Erschaffer der Kollektion in den Mittelpunkt stellte. Max Bill, 1908 im Schweizerischen Winterthur geboren, studierte von 1927 bis 1928 am Bauhaus in Dessau und setzte die Lehre der berühmten Kunstschule später in seinen Werken um. Als Architekt und vielseitiger Künstler erfolgreich, faszinierte ihn insbesondere das von Walter Gropius geprägte Konzept des „Gesamtkunstwerks“, bei dem ein Gebäude nicht als leerer Körper, sondern als alle Design-Elemente umfassendes Werk betrachtet wird.

Junghans Max Bill Automatic in der Version 027-4002-44 Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-4601-00

In die Uhrenwelt übertrug er diesen Gedanken ab 1956, als er die weltberühmte Junghans-Küchenuhr erschuf. Deren fließendes, ovales Design mit integriertem Kurzzeitmesser erfüllte nicht nur den Anspruch höchster Funktionalität, sondern diente auch als Vorbild für die fünf Jahre später vorgestellte Armbanduhr. Die erste Max Bill, selbst bei genauerer Betrachtung kaum von den heutigen Modellen zu unterscheiden, zählte mit ihrem minimalistischen Zifferblatt und ihrer simplen Form zu den spektakulärsten Hinguckern ihrer Zeit. Mehr als 50 Jahre nach ihrer Markteinführung sieht sie immer noch so aus, als könnte sie gestern erschienen sein – wohl kein Zeitanzeiger kommt der Definition von Zeitlosigkeit näher als die elegante Junghans.

Von 1919 bis heute: Die Faszination Bauhaus

Das ganze Genie des Schweizer Künstlers wird erst bei Betrachtung seines Lebenswerks deutlich: Als Teilnehmer der ersten documenta 1955 in Kassel, Aussteller im New Yorker Guggenheim-Museum und Architekt für die Expo64 in Lausanne beeinflusste er die Kunst seiner Zeit auf vielfältige Weise. Der engagierte Antifaschist, der sich bereits in den 1950er-Jahren für den Umweltschutz einsetzte, prägte neben der industriellen Formgestaltung auch die Bildhauerei, Malerei, Grafik und Typographie. Die Ziffern aller Max-Bill-Zifferblätter besitzen seine Handschrift, wobei vor allem die ungewöhnlich anmutende „4“ auffällt. Es scheint fast so, als hätte Bill den Bauhausstil erfunden. Diese Leistung geht allerdings auf den deutschen Architekten Walter Gropius zurück, der das Bauhaus 1919 in Weimar als Kunstschule gründete.

Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-7800-00

Seine Visionen waren groß: Mit der Vereinigung von Handwerk und Kunst wollte er nicht nur gesellschaftliche Unterschiede beseitigen, sondern auch das Verständnis der Völker fördern. An seiner berühmten Schule, die heute als Ursprungsort der Klassischen Moderne gilt, lehrte eine ganze Schar prominenter Ausnahmekünstler, unter ihnen Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Im Jahr 1925 erfolgte der Umzug von Weimar nach Dessau, wo unter anderem die ersten Möbel aus Stahlrohr entstanden. Auch der noch heute modern wirkende Freischwinger, erstmals von Ludwig Mies van der Rohe entworfen, geht auf die Dessauer Zeit zurück. Trotz, oder eher wegen seines fortschrittlichen Geistes, wurde das Bauhaus 1932 auf den Druck der Nationalsozialisten hin geschlossen. 1976 erfolgte die Rekonstruktion, die seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und zur Bewahrung des historischen Erbes dient.

Bauhaus am Armgelenk – die ganze Kollektion

Wer die wegweisende Kunst des 20. Jahrhunderts am Armgelenk erleben möchte, dürfte bei der Schramberger Traditionsmarke mehr als fündig werden: Als Quarz-, Handaufzugs- und Automatikuhr erhältlich, umfasst die heutige Max-Bill-Kollektion eine ganze Reihe eleganter Schönheiten. Nicht nur die Vielzahl an Bändern, sondern auch die Option eines Chronographen, bei Junghans Chronoscope genannt, sowie eine eigene Damenkollektion machen die Reihe für unterschiedlichste Geschmäcker attraktiv.

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