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Rolex Milgauss

« Uhren für Wissenschaftler und Forscher »

Wer den Namen Rolex vernimmt, mag in den meisten Fällen an eine Submariner, Datejust oder Daytona denken. Doch es gibt weitere spannende Zeitanzeiger unter den Luxusuhren mit der markanten Krone, wie beispielsweise die Oyster Perpetual Milgauss.

Speziell für Ingenieure und Techniker entwickelt, kam die Rolex Milgauss bereits 1956 erstmals auf den Markt. Sie war die erste mechanische Uhr, deren Uhrwerk gegen starke Magnetfelder abgeschirmt war. Während die elektromagnetischen Wellen bei Haushaltsgeräten und Fernsehern noch relativ gering sind, treten in Kernforschung und Technik weit stärkere Magnetfelder auf. Doch bereits bei einer Stärke von 50 – 100 Gauß können die Felder die Ganggenauigkeit und Leistung mechanischer Uhren beeinträchtigen. Die Schaffung der Milgauss ermöglicht den Forschern das Tragen einer Armbanduhr während der Arbeit, beispielsweise am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. Ursprünglich für Ingenieure und Wissenschaftler entwickelt, wurde sie 2007 neu aufgelegt, ebenso wie 2014 auf der Baselworld.

Rolex Milgauss Edelstahl Zifferblatt schwarz 116400 GVSpeziell für den Einsatz in Magnetfeldern konzipiert

Schon mit ihrem Namen zeigt diese Uhr, welche Fähigkeiten in ihr stecken. Er leitet sich von dem französischen Wort für „tausend“ = mille und der Einheit für magnetische Flussdichte „Gauss“ ab. In bis zu 1000 Gauss starken Magnetfeldern zeigt diese Uhr trotzdem präzise die Zeit an. Dafür sorgt ein spezieller Schutzschirm aus ferromagnetischen Legierungen, der das innenliegende Uhrwerk vor dem Einfluss der magnetischen Felder schützt. Doch es waren nur wenige Käufer, die eine Armbanduhr mit einem Schutz vor elektromagnetischen Feldern benötigten und so wurde die Produktion ab 1988 eingestellt. Die Rolex Milgauss war Geschichte. Zudem hatte der Zeitmesser bereits 1963 mit dem Blitzzeiger ihr markantestes Merkmal eingebüßt. Der Sekundenzeiger in Blitzform hob die Uhr für Forscher und Ingenieure aus der Reihe der anderen Modelle heraus und sorgte für ihre Einzigartigkeit. Als das Automatikwerk 1580 in die Uhr eingebaut wurde, kam dieser Blitzzeiger abhanden. Bei Sammlern sind die alten Modelle aus den 1960er bis 1980er Jahren außerordentlich beliebt und können bei Auktionen hohe Preise erzielen. Vielleicht führte diese Faszination der ursprünglichen Modelle dazu, dass das Modell nach einer Pause von fast zwanzig Jahren wieder neu aufgelegt wurde?

Blitzzeiger mit grünem Saphirglas

Zum Revival 2007 erhielt die Milgauss nicht nur ihren blitzförmigen Sekundenzeiger als markantes Merkmal zurück, sondern bekam als zusätzliches Alleinstellungsmerkmal ein grünes Saphirglas. Auf der Baselworld 2007 präsentiert, fand die Herrenuhr als Oyster Perpetual reges Interesse. Auf der Baselworld 2014 wurde die Wiedererscheinung dann in weiteren Farbvarianten vorgestellt. Rolex Milgauss Edelstahl Zifferblatt blau 116400 GVDie Oyster Perpetual  bekam ein markantes Ziffernblatt in leuchtendem Elektroblau, von dem sich die Blitzzeiger und Ziffern hervorragend abheben, da sie in der Komplementärfarbe Orange erstrahlen. Sämtliche Indizes haben eine Beschichtung, die dafür sorgt, dass sich die Milgauss sowohl in der Nacht als auch am Tag ausgezeichnet ablesen lässt. Zwar wird das Masterpiece natürlich längst nicht mehr nur von Ingenieuren und Forschern getragen, die an starken Magnetfeldern arbeiten, trotzdem wurde das Modell auch in diesem Bereich technisch weiterentwickelt. Das Uhrwerk wurde in einem Gehäuse aus Weicheisen untergebracht, so dass es darin optimal vor den Einflüssen der Magnetfelder geschützt ist. Lediglich zwei kleine Öffnungen dienen zur Verbindung zwischen Uhrwerk und Außenwelt, hier sind die Wellen für den Aufzug und die Zeiger untergebracht. Das Datum zeigt die Oyster Perpetual Milgauss nicht an, um den Schutz des Uhrwerkes vor der Magnetfeldstrahlung zu gewährleisten.

Schlicht, robust und ganz besonders: Die Neuauflagen der Oyster Perpetual Milgauss

Auf der Baselworld 2014 präsentierte Rolex also die neuesten Modelle, die sich vor allem durch ihre innovativen Farben auszeichnen. Damit kam Rolex nicht nur dem Trend von blauen Zifferblättern nach, wie ihn viele andere renommierte Uhrenhersteller pflegen. Die Uhr mit dem elektroblauen Blatt und den orangefarbenen Zeigern ist eine der außergewöhnlichen Vertreterinnen für die Zeitlosigkeit dieses Trends. Rolex Milgauss Edelstahl Zifferblatt schwarz 116400 (2)Doch auch die in der Uhr verbaute Technik ist von herausragender Qualität: Ein Gehäuse aus massivem Edelstahl umschließt das Kaliber 3131, welches – selbstverständlich für Rolex – die begehrte Zertifizierung des Prüfinstitutes Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) als Chronometer besitzt und dessen Ganggenauigkeit ebenso legendär ist, wie die Ganggenauigkeit sämtlicher Chronometer von Rolex. Das Gehäuse der Oyster Perpetual besitzt eine Wasserdichtigkeit von 100 Metern. Da das Meisterstück auch gegen elektromagnetische Felder resistent ist, wurden in ihr paramagnetische Bauteile verwendet, wie beispielsweise ein Hemmungsrad aus einer Legierung von Nickel und Phosphor. Der Oszillator ist dank seiner Parachrom-Breguetspirale nicht nur extrem unempfindlich gegen Temperaturschwankungen und Magnetfelder, sondern auch selbst gegen heftige Stöße resistent. Damit ist diese Uhr von Rolex nicht mehr ausschließlich für Techniker und Ingenieure am Kernforschungsinstitut gedacht, sondern auch für Sportler und all die Uhrenliebhaber, die gerne eine schlichte, robuste und trotzdem ganz besondere Rolex am Handgelenk tragen wollen. Das dreireihige Armband aus Stahl mit der Oysterclap-Faltschließe bietet dazu ausgezeichneten Tragekomfort und lässt sich perfekt an die benötigte Weite anpassen.

Rolex Milgauss Edelstahl Zifferblatt weiß 116400 (1)Auch für Damen könnte dieser Chronometer interessant sein

Streng genommen ist die Milgauss natürlich schon der Tradition wegen natürlich eine Herrenuhr, doch besonders das Modell mit weißem Zifferblatt könnte es auch Damen antun. Der relativ kleine Durchmesser von 40 Millimeter macht Milgauss nicht zu groß für Frauen. In der weißen Version besteht das Uhrenglas außerdem aus klarem Saphirglas, so dass die Leichtigkeit der Zifferblattfarbe erhalten bleibt. Das zeitlose und nicht zu maskuline Design könnte mit diesem Modell also auch die feminine Seite der Horologie schwach werden lassen.