Startseite | Neuheiten & Szene | Navitimer Rattrapante

Navitimer Rattrapante

« Exklusiver Doppelchronograph im Bronzeton »

Rattrapante- oder Schleppzeigerchronographen gelten als technisch besonders anspruchsvolle Meisterwerke der Uhrmacherkunst. Pünktlich zum 65. „Geburtstag“ des legendären Fliegerchronographen haben die Uhrmacher und Ingenieure der Marke Breitling die Modelllinie Navitimer um einen Fliegerchronographen mit eben dieser „Grande Complication“ ergänzt. Für Liebhaber hochwertiger mechanischer Uhren dürfte die Navitimer Rattrapante zu den faszinierendsten Pilotenuhren gehören, die derzeit am Markt erhältlich sind.

Jüngstes Mitglied einer legendären Modellfamilie

Der Name Breitling ist untrennbar mit hochwertigen Fliegerchronographen verbunden, und so war es beinahe zu erwarten gewesen, dass das Unternehmen ein rundes Jubiläum wie den 65. Jahrestag der erstmaligen Präsentation der Navitimer nicht verstreichen lassen würde, ohne dies mit einem besonderen Modell der mittlerweile weltberühmten Fliegerchronographen-Linie zu würdigen. Dass diesbezügliche Erwartungen nicht enttäuscht worden sind, ist spätestens seit der Baselworld 2017 klar, denn bei dieser Gelegenheit stellte Breitling das Modell Navitimer Rattrapante erstmals der Öffentlichkeit vor.

Die Navitimer, die 1952 als Weiterentwicklung des zehn Jahre älteren Modells Chronomat erstmals auf den Markt gebracht worden war, zeichnet sich vor allem durch ihre komplexe, in beide Richtungen drehbare Lünette mit Rechenschieberfunktion aus.

Diese war eigens dafür entwickelt worden, Piloten und Flugnavigatoren die Durchführung aufwendiger Berechnungen zu erleichtern. So ließen sich mithilfe der Uhr beispielsweise Durchschnittsgeschwindigkeiten, Steig- und Sinkflugraten sowie der Treibstoffverbrauch schnell und unkompliziert ermitteln. Im Cockpit moderner Flugzeuge werden all diese Berechnungen zwar von Computern übernommen, doch als Backup-Instrument sowie in der Privat- und Sportfliegerei leistet die „Rechenschieber-Uhr“ nach wie vor gute Dienste. Und im Laufe von mehr als sechs Jahrzehnten hat sie längst eine Fangemeinde gewonnen, die weit über den Kreis von Piloten und Aviatik-Begeisterten hinausreicht.

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen ist ein sportlicher Chronograph ein stilvolles Accessoire für jeden Gentleman, der einen aktiven Lebensstil pflegt und dies auch diskret im Alltag zeigen möchte. Zum anderen aber ist die markant gerändelte Lünette mit Rechenschieberfunktion nicht nur ein charakteristisches und eigenständiges Erkennungsmerkmal, sondern zugleich ein praktisches Utensil, mit dem sich auch im Alltag schnell und diskret diverse Berechnungen wie beispielsweise Dreisatz-Rechnungen, Währungsumrechnungen und Ähnliches ausführen lassen.

Neues Manufakturkaliber B03 kommt erstmals zum Einsatz

Speziell für das jüngste Mitglied der Navitimer-Familie hat ihr Hersteller die Reihe seiner Manufakturkaliber um eine weitere Version ergänzt. Breitlings erstes eigenes Manufakturkaliber war 2009 anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Firma eingeführt worden und trägt die Bezeichnung B01.

Die Navitimer Rattrapante zaehlt zu den faszinierendsten Pilotenuhren
© highwaystarz / Fotolia.com

Es handelt sich dabei um ein Chronographenkaliber mit automatischem Aufzug, dem in den folgenden Jahren noch eine Version mit Handaufzug, eine GMT-Version sowie eine Version mit Weltzeitindikation zur Seite gestellt wurden, die mit B02, B04 beziehungsweise B05 bezeichnet wurden. Das für den neuen Rattrapantechronographen entwickelte Kaliber trägt die Bezeichnung B03. Der anspruchsvolle Schleppzeiger-Mechanismus wurde dafür neu konzipiert. Um möglichen Beeinflussungen der Ganggenauigkeit oder der Gangreserve durch das Anhalten und erneute Starten des Schleppzeigers zu vermeiden, erhielt das Werk einen neuen patentgeschützten Auskopplungsmechanismus.

Während der Schleppzeigerhebel üblicherweise von einem zylinderförmigen Stift mitgenommen wird, findet sich beim Kaliber B03 stattdessen ein Tiefziehteil, das sich durch eine größere Robustheit bei gleichzeitig feinerer Geometrie auszeichnet.

Für die Rattrapante-Zange wurde ebenfalls eine innovative Lösung entwickelt. Statt zum Stoppen in ein verzahntes oder glattes Rad zu greifen, drückt sie auf ein Rad, welches mit einem O-Ring ummantelt wurde. Dadurch soll eine höhere Präzision des Stoppvorganges erreicht werden. Als Basis für die neue Version B03 dient das Kaliber 01, auf dem der Schleppzeiger-Mechanismus als zusätzliches Modul aufsitzt, das bei Bedarf leicht entnommen werden kann. Wie bei Breitlings Uhren standardmäßig üblich, hat auch das neue Manufakturwerk mit Rattrapante-Funktion ein Chronometerzertifikat der COSC erhalten. Seine Gangreserve ist mit bis zu 70 Stunden großzügig bemessen, was der Ganggenauigkeit des Chronographen zugutekommt.

Bronzeschimmer auf dem Zifferblatt – Gehäuse in Edelstahl und Rotgold

Der neue Schleppzeiger-Chronograph besitzt ein im Durchmesser 45 Millimeter großes Gehäuse mit der charakteristischen Navitimer-Lünette und ihrer deutlich erkennbaren Rechenschieber-Skala. Das Gehäuse der Breitling Navitimer Rattrapante wird serienmäßig in Edelstahl angeboten. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine auf 250 Exemplare limitierte Serie mit einem Gehäuse aus Rotgold.

Breitling Navitimer RattrapanteDas Zifferblatt weist in beiden Fällen einen schimmernden bräunlichen Bronzeton auf, von dem sich das Weiß des Höhenrings und der in Tri-Compax-Anordnung platzierten Totalisatoren kontrastreich abhebt. Der Stunden- und der Minutenzeiger sind ebenso wie die Stundenindizes mit Leuchtmasse beschichtet, um die Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit sicherzustellen. Besonders liebevoll gestaltet sind die beiden zentralen, übereinanderliegenden Stoppzeiger. Der eigentliche Chronographenzeiger fällt wegen seiner roten Farbe besonders auf und trägt an seinem der Spitze gegenüberliegenden Ende das geschwungene B aus dem Firmenlogo von Breitling. Der Schleppzeiger hingegen läuft an dieser Stelle in einen kleinen Anker aus. Er ist besonders filigran ausgeführt und farblich jeweils auf den Ton des Edelstahl- beziehungsweise Rotgoldgehäuses abgestimmt.

Die Rattrapante-Funktion: Zwischenzeiten stoppen, ohne die Messung unterbrechen zu müssen

Beginnt ein Stoppvorgang, so setzen sich beide Zeiger zunächst gleichzeitig in Bewegung. Die Besonderheit eines Rattrapante-Chronographen besteht darin, dass auch Zwischenzeiten gemessen werden können, ohne den Stoppvorgang insgesamt dafür unterbrechen zu müssen. Praktisch geschieht dies, in dem der für die Messung der Zwischenzeiten bestimmte Schleppzeiger auf Knopfdruck angehalten wird, während der Chronographenzeiger unverändert weiterläuft. Ist die Zwischenzeit abgelesen worden, kann durch Betätigen des entsprechenden Drückers veranlasst werden, dass der Schleppzeiger ihn sofort wieder einholt, um mit ihm wieder solange parallel zu laufen – oder „mitgeschleppt“ zu werden – bis erneut eine Zwischenzeit gestoppt werden soll.

Navitimer Rattrapante von BreitlingDank seinem wohldurchdachten Konzept kommt der Schleppzeigermechanismus mit nur 28 Bestandteilen aus. Die gruppierte Anordnung nahezu aller wichtigen Elemente in einem Modul zwischen Platine und Kalendermechanismus vereinfacht nicht nur die Herstellung und Montage, sondern ebenso die Wartung. Bei einer Revision lässt sich das Rattrapantemodul als Ganzes herausnehmen. Die Breitling Navitimer Rattrapante in der Edelstahlversion wird wahlweise an einem robusten braunen Krokodillederband mit hellen Kontrastnähten oder an einem Edelstahlarmband getragen. Für die Version mit dem rotgoldenen Gehäuse hingegen stehen ein schwarzes Lederband – ebenfalls mit hellen Nähten – oder ein schwarzes Kautschukband zur Auswahl.

Das Rotgoldgehäuse ist mit einem Sichtboden aus Mineralglas versehen, das einen Blick auf das Uhrwerk erlaubt. Dies ist bei der Edelstahlversion nicht möglich, dafür hält der mit dem Breitling-Logo versehene Stahlboden als weiteres nützliches Detail noch eine Umrechnungsskala bereit, mit der sich Temperaturangaben in Grad Celsius auf einen Blick in Grad Fahrenheit umrechnen lassen – und umgekehrt. Wer als Europäer häufiger in die USA fliegt oder sich anderweitig dort aufhält, wird dies spätestens beim Hören oder Lesen des ersten lokalen Wetterberichts zu schätzen wissen.

Eine Fliegeruhr für viele Gelegenheiten

Die Frage, zu welchen Gelegenheiten die neueste Version des Navitimers am besten passt, ist auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu beantworten. Aufgrund ihrer – für Chronographen typischen – sportlichen Anmutung und ihrer Gehäusehöhe von immerhin knapp 16 Millimetern ist sie keine klassische Dresswatch.

Auch zum Anzug wirkt die Navitimer Rattrapante nicht deplatziert
© ty / Fotolia.com

Dennoch wirkt die neue Breitling aufgrund ihrer Eleganz auch zum Anzug nicht deplatziert. Dies gilt vor allem im beruflichen Alltag, wo sich ihre Rechenschieber-Lünette ganz nebenbei auch zu unauffälligen Überschlagskalkulationen während eines geschäftlichen Meetings nutzen lässt. Und selbstverständlich ist die Breitling Navitimer Rattrapante das perfekte Accessoire zu jeder Art von zivilen oder militärischen Pilotenuniformen.